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NWZonline.de Nachrichten Politik

Ärmere gehen seltener zur Wahl

16.05.2015

Bremen Die soziale Spaltung des Landes Bremen spiegelt sich nach einer Studie der Bertelsmann-Stiftung in der Beteiligung an der Landtagswahl wider. Die Wahlbeteiligung war am Sonntag auf den Tiefstwert von 50,1 Prozent gefallen, 2011 hatte sie bei 55,5 Prozent gelegen.

Von den fast 244 000 Wahlberechtigten, die nicht zur Abstimmung gingen, stammen besonders viele aus sozial benachteiligten Milieus. „Das soziale Umfeld bestimmt die Höhe der Wahlbeteiligung“, sagte Robert Vehrkamp von der Bertelsmann-Stiftung am Freitag. In den Wähler-Hochburgen Bremens dominierten die sozial und wirtschaftlich stärkeren Milieus der Konservativ-Etablierten und der Liberal-Intellektuellen. Im Wahlergebnis seien sie damit deutlich überrepräsentiert.

Landeswahlleiter Jürgen Wayand bestätigte diese Einschätzung. Zudem zeige sich eine Spaltung zwischen den Städten Bremen und Bremerhaven. In der Seestadt fiel die Wahlbeteiligung mit 40,5 Prozent deutlich niedriger als in der Hansestadt mit 52,1 Prozent. Nach Wayands Überzeugung kann die niedrige Beteiligung auch mit Umfragen zusammenhängen, die vor der Wahl eine stabile Mehrheit für Rot/Grün gezeigt hätten.

Die Wähler in Bremen hätten von den Möglichkeiten des Wahlrechts guten Gebrauch gemacht. Viele Abgeordnete von hinteren Listenplätzen hätten es in die Bürgerschaft geschafft, weil sie Personenstimmen bekommen hätten, sagte Wayand.

Schon frühere Studien der Bertelsmann-Stiftung hatten die soziale Ungleichheit bei der Beteiligung an Wahlen belegt. Bundesweit habe sich die Situation verschärft, sagte Vehrkamp: „Die soziale Ungleichheit der Wählerschaft hat sich verfestigt. Deutschland ist längst eine sozial gespaltene Demokratie.“

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