Cloppenburg - Depressionen gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen in Deutschland. Cloppenburger waren jedoch weitaus seltener wegen dieser Diagnose krankgeschrieben als der Bundesdurchschnitt. Das geht aus einer Auswertung der Techniker Krankenkasse hervor.

Zwar seien bundesweit deutlich weniger Menschen von Depressionen betroffen als von anderen Erkrankungen – nur 1,52 Prozent bekamen niedersachsenweit eine solche Krankschreibung. Doch die, die es träfe, fielen sehr lange aus, im Bundesdurchschnitt 64 Tage.

„Betriebswirtschaftlich gesehen bedeutet das beispielsweise für ein Unternehmen mit 250 Mitarbeitern, dass bei einer Quote von 1,52 Prozent durchschnittlich vier Beschäftigte gut zwei Monate im Jahr fehlen. Berücksichtigt man noch den Urlaubsanspruch, bleibt also mindestens ein Arbeitsplatz aufgrund von Depressionen unbesetzt“, so Inken Holldorf, Leiterin der TK-Landesvertretung.

Bei der Untersuchung der Antidepressiva-Verordnungen stellte die Krankenkasse zudem fest, dass es zwar in Cloppenburg eine unterdurchschnittliche Fehlzeit wegen Depressionen gibt, die Zahl der Medikamentenverschreibungen zur Behandlung von Depressionen mit 5,75 Prozent jedoch über dem niedersächsischen Durchschnitt von 5,71 Prozent liegt.