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NWZonline.de Nachrichten Politik

AfD ist Teil eines politischen Umbruchs

24.09.2013

Oldenburg Dieser Stachel im Fleisch ist den Etablierten noch einmal erspart geblieben: Die Alternative für Deutschland (AfD) scheiterte knapp an der Fünfprozenthürde. Der Achtungserfolg der Euro-Kritiker dürfte jedoch erst den Anfang eines echten politischen Umbruchs markieren.

Es existiert nun erstmals eine wirkliche Alternative zur Europapolitik von SPD, Grünen und CDU. Wer den Euro nicht haben will, einer immer schnelleren Integration der EU skeptisch gegenübersteht und stattdessen ein Europa der Vaterländer favorisiert, weiß nun, wen er mit Aussicht auf Erfolg wählen kann. Im kommenden Jahr dürfte das bereits deutlich werden: SPD, Grüne und Union werden zur Europawahl mit weitgehend identischen Programmen antreten. Die AfD hat die Chance, die Stimmen all derjenigen einzusammeln, die damit nicht übereinstimmen und auch die Linkspartei nicht wollen.

Darüber hinaus sind die 4,7 Prozent der Bundestagswahl wichtig für die Wählerpsychologie: Wer am Sonntag noch glaubte, der verschwende seine Stimme mit einem Kreuz bei der AfD, kann nun von den realen Chancen dieser Partei im demokratischen Wettbewerb überzeugt sein.

Hemmschwellen abbauen wird in dieser Hinsicht auch, dass alle Versuche, die Euroskeptiker als rechtsradikal zu diffamieren, gescheitert sind. Allerdings wird die Nazikeule wohl auch in den kommenden Monaten, insbesondere im linken politischen Spektrum, ein Mittel der Auseinandersetzung mit der AfD bleiben.

Ob die Partei aber wirklich eine Zukunft hat, hängt von ihrer weiteren inneren Entwicklung ab. Nichts spricht jedoch dagegen, dass sie zur neuen Heimat für Wirtschafts- und Nationalliberale aus der Konkursmasse der FDP wird und außerdem jene Konservativen bindet, die in den vergangenen Jahren von der CDU verstoßen worden sind. Damit ließe sich durchaus eine politische Zukunft gestalten.  

Dr. Alexander Will
Leiter Newsdesk
Politikredaktion
Tel:
0441 9988 2092

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