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NWZonline.de Nachrichten Politik

Besuch: „Afghanistan-Einsatz ist richtig“

22.05.2010

MASAR-I-SHARIF Bundespräsident Horst Köhler hat sich bei einem überraschenden Kurzbesuch der Bundeswehr in Afghanistan hinter deren Einsatz gestellt und diesen indirekt als Krieg bezeichnet. Nach einem Gespräch mit deutschen Soldaten sagte er am Freitag im Feldlager Masar-i-Sharif: „Hier, finde ich, fühlen die Soldaten weitgehend, es ist ein Krieg. Und dem werde ich nicht widersprechen.“ Während der gut zweistündigen Visite, für die Köhler seine Rückreise von der Weltausstellung in Shanghai unterbrach, sagte er den Soldaten: „Ihr Einsatz ist schwer und gefährlich, aber er ist richtig und legitim.“ Der Besuch war aus Sicherheitsgründen nicht angekündigt worden.

Erstmals während des zunehmend gefährlicher werdenden Einsatzes, den der Bundestag im Dezember 2001 beschlossen hatte, besuchte ein deutsches Staatsoberhaupt in Afghanistan stationierte Soldaten. Köhler, der von seiner Frau Eva Luise begleitet wurde, drückte den Soldaten seine Hochachtung und seinen Respekt aus. Sie hätten gelobt, treu und tapfer zu dienen: „Genau das tun Sie hier in Afghanistan.“

Köhler versicherte den Soldaten „Rückhalt und Unterstützung“ von Bundesregierung, Bundestag und Bevölkerung in Deutschland. „Aber wir können und müssen, wie ich finde, noch mehr tun, um das Interesse und die Anteilnahme an Ihrem Einsatz zu vertiefen. Und auch Ihre Familien brauchen noch mehr Aufmerksamkeit und Unterstützung.“

Nach den Gesprächen mit Soldaten und dem deutschen Kommandeur, Brigadegeneral Frank Leidenberg, sagte der Bundespräsident, er sei durch den Besuch eher ermutigt worden. Er ergänzte: „Die Soldaten, die ich gesprochen habe, halten das nicht für eine „mission impossible“ (aussichtsloser Einsatz).“

Köhler zeigte sich zufrieden darüber, dass in Deutschland inzwischen intensiv über den Bundeswehreinsatz in Afghanistan diskutiert werde.

hat vor Bundespräsident Horst Köhler ein deutsches Staatsoberhaupt die Bundeswehrsoldaten in Afghanistan besucht. Allerdings war der Einsatz auch noch nie so dramatisch wie derzeit. Frühere Bundeswehreinsätze im Ausland waren ebenfalls nicht annähernd so gefährlich wie der Kampf gegen die radikalislamischen Taliban.

hatte Bundespräsident Köhler im Juli 2007 das Einsatzkontingent in Bosnien-Herzegowina besucht, wo nach Angaben der Bundeswehr derzeit noch 110 deutsche Soldaten im Rahmen der dort stationierten Friedenstruppe eingesetzt sind. 2004 war der Präsident auf der Fregatte „Mecklenburg-Vorpommern“ am Horn von Afrika.

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