AHLHORN - „Politik ist etwas ganz Normales“, sagt Bundestagsabgeordneter Holger Ortel (SPD). Und es seien eben ganz normale Menschen, die Politik machten. Das wolle er den Schülern der Graf-von-Zeppelin-Schule zeigen, und deshalb nehme er sich Zeit, mit ihnen zu diskutieren. Am Donnerstag besuchte er die Klassen 10 H und 10 R im Unterricht.

Eigentlich war ein Treffen in Berlin geplant, doch die Realschulklasse hatte im September die Hauptstadt besucht, und da war gerade sitzungsfreie Zeit. Ebenso ergeht es den Hauptschülern, die mit Konrektor Holger Bruser vom 20. bis 24. April Berlin und den Bundestag erkunden werden. Für Ortel, der im Jahr 70 bis 80 Klassen aus seinem Wahlkreis in die Hauptstadt einlädt, kein Problem, ein paar Geschichten aus dem Berliner Politikalltag mit nach Ahlhorn zu bringen.

Die 38 Jugendlichen hatten einen Fragebogen für den Termin vorbereitet. So wollten sie wissen, was der Politiker zum Amoklauf in Winnenden, zur Wirtschaftskrise, zu alternativen Energien oder zum Atommüll-Zwischenlager in Asse zu sagen hatte. Auch Privates interessierte: „Wie sind Sie denn zur Politik gekommen“, fragte eine Schülerin. Ganz einfach: Der Großvater habe ihn mit zu kommunalpolitischen Versammlungen genommen. Das sei anfangs ganz schön langweilig gewesen, erzählte Ortel.