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Bildung Huntewerft bietet Schulverweigerern die zweite Chance

pk

AHLHORN - Dem außerschulischen Standort Huntewerft der Viasol gGmbH auf dem Gelände des Flugparks Ahlhorn statteten die Großenkneter Liberalen zusammen mit der Kreistagsfraktion und dem Fraktionsvorsitzenden der FDP im Landtag, Christian Dürr, in diesen Tagen einen Infobesuch ab. Inhaltlich ging es um die Vorstellung der Arbeit in der Huntewerft, Fragen zu dem neuen Standort und auch umeinen Ausblick in die Zukunft, so FDP-Fraktionschefin Imke Haake.

Christoph Essing, Leiter der Werkstatt, stellte die praktische Arbeit in dem kreisweiten Jugendprojekt mit Schulverweigerern vor, das in Brettorf seinen Anfang nahm. Die räumlichen Gegebenheiten waren dort beengt. Mit der Umstrukturierung auf dem ehemaligen Fliegerhorst Ahlhorn boten sich bessere und auch kostengünstigere Raum-angebote. „Hier haben wir jetzt nahezu optimale Möglichkeiten, um die Schiffe zu restaurieren und das außerschulische Angebot vorzuhalten.“

„In der Huntewerft sind zurzeit Schulverweigerer untergebracht, und es gibt mittlerweile eine Warteliste von drei Schülern“, erklärte Ursula Biehler, Koordinierungsstelle für Schulverweigerung.

Mittel aus EU-Projekt

Getragen wird das Schulprojekt zu je 50 Prozent durch Mittel aus dem EU-Projekt „Schulverweigerung – Die 2. Chance!“ und dem Pro-Aktiv-Center (PACE), das vom Land und unter Kostenbeteiligung des Landkreises finanziert wird. „2013 läuft das Projekt 2. Chance aus. Ob es ein Nachfolgeprojekt geben wird, ist unklar. Fallen diese Gelder weg, muss die Arbeit hier eingeschränkt werden“, signalisierte Ursula Biehler.

Christian Dürr regte an, ob nicht die Möglichkeit bestehe, PACE auszuweiten. Letztendlich würden auch EU-Gelder dahinterstehen, die durch das Land umverteilt würden.

Während des Rundganges konnten sich die Gäste einen Eindruck von der Arbeit an den verschiedenen Booten verschaffen. In den drei Monate währenden Praxiseinheiten wirken die Schüler unter Anleitung an der Aufarbeitung der Schiffe mit.

Schiffe aufarbeiten

So lernen sie wieder einen geregelten Tagesablauf und die Mitarbeit im Team. „Oft haben die Schüler emotionale und soziale Entwicklungsschritte verpasst“, so Ursula Biehler. „Das führt durch alle Schulangebotsformen, vom Gymnasium runter bis zur Hauptschule“, ergänzt Essing.

„Wichtig ist, die Lehrkräfte an den Schulen zu ermuntern, schon frühzeitig auffallende und Schule verweigernde Schüler an den Tisch mit uns zu holen. Oft reicht schon ein Gespräch, wird die Schulverweigerung früh genug erkannt“, erklärte Ursula Biehler weiter.

Ein weiterer Punkt war die Schülerbeförderung und die damit verbundenen Kosten. Der Träger der Einrichtung zahlt den Transport für die Schüler im Moment aus der eigenen Tasche, was auf Dauer aus Kostengründen aber nicht geht. Die Liberalen nahmen die Problematik auf.

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