Ahlhorn/Großenkneten - Das Förderprogramm „Investitionspakt Soziale Integration im Quartier“ hat sich für die Gemeinde Großenkneten als ein Glücksgriff erwiesen. 2017 vom Bundesbauministerium gestartet, sind von Bund und Ländern bis 2020 einschließlich vier Jahre lang jährlich 200 Millionen Euro zur Verfügung gestellt worden. Gleich fünfmal hat die Gemeinde Großenkneten eine 90-prozentige Förderung erhalten. Insgesamt kommt sie auf eine Zuschusssumme von rund 3,26 Millionen Euro.
Der jüngste Zuschlag aus Hannover aus dem Investitionspakt betrifft erneut den evangelischen Hans-Roth-Kindergarten in Ahlhorn. 334 000 Euro beträgt diesmal der Zuschuss für den dritten Bauabschnitt, wie Kämmerer Horst Looschen berichtet. Dabei beträgt die Gesamtsumme für das Vorhaben 375 000 Euro. Bei den Arbeiten geht es um Themen wie Akustikdecken, LED-Beleuchtung, Malerarbeiten und Bodenbeläge.
Schon zuvor hat es aus dem Investitionspakt zwei Zuschüsse für Bauarbeiten am Hans-Roth-Kindergarten gegeben. 306 000 Euro flossen für den Anbau einer neuen Kita-Gruppe und 468 000 Euro für die Sanierung und Ausbau von Küche/Mitarbeiterraum. Damit sind insgesamt rund 1,1 Millionen an Zuschüssen in der Modernisierung der Kindertagesstätte gelandet.
Zwei weitere Großprojekte in Ahlhorn sind auf der Förderliste zu finden. So hat es für den Anbau der Grundschule Ahlhorn 1,148 Millionen Euro gegeben. Er ist seit den Sommerferien 2019 in Betrieb. Für insgesamt 1,3 Millionen Euro entstanden seinerzeit im An- und Umbau drei neue Klassenräume, Räume für die Schulsozialarbeit und die Sprachförderung, spezielle Gruppenräume und neuer Lehrmittelraum. Ein neuer Aufzug stellt die Barrierefreiheit sicher.
Für den geplanten Neubau des Jugendzentrums Ahlhorn beim Schul- und Sportzentrum hat die Gemeinde eine Zusage von 1,017 Millionen vorliegen. Das Gebäude soll im Schul- und Sportzentrum entstehen.
Aus dem Investitionspakt werden 2020 allein in Niedersachsen 23 Projekte mit insgesamt 22,55 Millionen Euro bezuschusst. Um die Integration in Niedersachsen nachhaltig zu stärken, werden landesweit in diesem Jahr acht Kindertagesstätten, zwei Schulen, zwei Kultur- und Bildungszentren, vier Bürgerzentren, zwei Jugend- und Quartierstreffs, drei Begegnungszentren und zwei Sport- und Grünflächen gefördert, heißt es in einer Mitteilung aus dem Bauministerium in Hannover.
