AHLHORN/HANNOVER - AHLHORN/HANNOVER/LD - Bürgermeister Volker Bernasko packte die Gelegenheit beim Schopfe. Anlässlich eines Besuchs in Hannover sensibilisierte er Ministerpräsident Christian Wulff für das wichtige Thema Fliegerhorst Ahlhorn und die in den nächsten Monaten zu treffende Entscheidung über eine nachhaltige Nachnutzung.
Bekanntlich bemühen sich die Gemeinde Großenkneten, der Landkreis Oldenburg, die eigens gegründete Flugplatz-Ahlhorn-Nachnutzungsgesellschaft auf kommunaler Ebene (Flanke GmbH) und die Gebb mit vereinten Kräften, dem Fliegerhorst zeitnah neues Leben einzuhauchen.
Auf Vermittlung von Karl-Heinz Bley, MdL, gelang es Bernasko, nicht nur, Christian Wulff über die beiden ernst zu nehmenden Interessenten (ACA und van der Most) und deren Absichten zu informieren, auch sprach er unverblümt die bürokratischen Hindernisse an, die schon im Vorfeld zusehends aufgebaut würden.
Neben den „Bedenkenträgern“ aus allen Lagern sei schon im Vorfeld von einem aufwendigen Raumordnungsverfahren, Lärmimmissionen, die sich nicht vertrügen oder beispielsweise nahezu unüberwindbaren Vorgaben hinsichtlich eines denkbaren zivilen Flugbetriebes die Rede, berichtete Bernasko dem Ministerpräsidenten. „Und das, obwohl noch gar nicht darüber entschieden ist, wie die Zukunft des Fliegerhorstes aussieht.“
Seine Bitte, der Ministerpräsident und die von ihm geführte Landesregierung mögen mithelfen, einen gangbaren Weg zu finden, fand bei Wulff Gehör. Wenn es „brenne“, werde er sich einbringen, so der Ministerpräsident. „Auf keinen Fall darf der traditionsreiche Fliegerhorst und Bundeswehrstandort Ahlhorn zu einer Militärbrache und damit zu einem ,Fledermausquartier‘ verkommen „nur weil die engstirnige Interpretation von Paragrafen und Einzelinteressen über das Allgemeinwohl der Großenkneter Bürgerinnen und Bürger gestellt werden“, so Bernasko.
