AHLHORN - „Ja zur Polizei
in Ahlhorn!“ – Das steht oben auf der Liste zur Unterschriftenaktion, die der Bürgerverein Ahlhorn am Donnerstag startet. Unterstützt wird der Verein dabei von allen sechs Ahlhorner Ratsmitgliedern, die am Dienstagabend als erste ihre Unterschriften eintrugen.
Astrid Grotelüschen und Elena Bauer von der CDU, Heiner Bilger, Rudi Moldenhauer und Thorsten Schmidtke von der SPD sowie Lothar Zidek von der Kommunalen Alternative ziehen mit dem Bürgerverein an einem Strang.
„Was hier drin steht, können wir alle unterstützen“, verwies Lothar Zidek auf das Protestschreiben des Bürgervereins gegen die geplante Verlegung der Polizeistation nach Großenkneten (die NWZ berichtete ausführlich).
Wenn man alle Vor- und Nachteile abwiege, könne es eigentlich kein Argument geben, das so gewichtig sei, um den Umzug der Polizei nach Großenkneten zu rechtfertigen. Das betonte CDU-Fraktionsvorsitzende Astrid Grotelüschen.
„Eine Verlegung der Polizeistation macht nur Sinn, wenn entscheidende Vorteile damit verbunden sind! Diese vermögen wir nicht zu erkennen“, zitierte 2. Vorsitzender Siegfried Dames aus dem Protestschreiben des Bürgervereins.
Die Bürgernähe, die Masse der Bevölkerung, die in Ahlhorn lebe, die besondere Struktur Ahlhorns – das alles seien Argumente, die gegen den „scheinbaren Vorteil“ der Zentralität einer Polizeistation in Großenkneten sprächen, so Astrid Grotelüschen.
Sie sieht jedenfalls wie alle anderen Ahlhorner Ratsmitglieder gespannt dem Donnerstag entgegen, wenn Polizeidirektor Gerd Schütte und Kriminalrat Günter König-Kruse im nichtöffentlichen Verwaltungsausschuss Rede und Antwort stehen wollen. Der Polizeidirektor jedenfalls hat in einem Schreiben an den Ahlhorner Bürgerverein schon mal kundgetan, dass eine für alle Beteiligten nachvollziehbare Lösung präsentiert werde.
Die Initiatoren der Unterschriftenaktion glauben das nicht: „Wir wollen, dass unsere Polizei in Ahlhorn bleibt! Dort gehört sie hin!“ Polizeipräsenz sei erforderlich im einwohnerstärksten Ortsteil mit seiner besonderen Bevölkerungsstruktur, dem hohen Verkehrsaufkommen und den vielen Schülern.
