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NWZonline.de Nachrichten Politik

Mysteriöse Vorgänge nach Wulffs Promi-Party

29.01.2014

Hannover Wurden Aktenvorgänge in der niedersächsischen Staatskanzlei zur Nord-Süd-Party unter Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) beiseite geschafft? Die Aussage einer 62-jährigen Zeugin im Bestechungsprozess gegen Ex-Regierungssprecher Olaf Glaeseker legt diesen Verdacht nahe.

„Es gab Aktenzeichen zum Nord-Süd-Dialog“ im Jahr 2009, bestätigt eine frühere Referatsleiterin in der Staatskanzlei. „Aber ohne Inhalte“, ergänzt die Frau. Vor allem: „Später gab es diese Aktenzeichen nicht mehr“, erinnert sich die Zeugin heute noch genau: „Alle Aktenzeichen waren gelöscht worden.“ Ex-Regierungssprecher Glaeseker habe jedoch „keine Weisungsbefugnis“ zum Löschen von Akten gehabt. Die Kompetenz habe ausschließlich „in den Händen von Staatskanzlei-Chef Lothar Hagebölling und dem Ministerpräsidenten“ gelegen, betont die Ex-Referatsleiterin.

Bekommt der Prozess gegen Glaeseker damit eine Wendung? Wulffs Ex-Sprecher steht wegen Bestechlichkeit vor Gericht. Der mitangeklagte Party-Manager Manfred Schmidt soll ihm für seine Hilfe bei der Suche nach Sponsoren der Nord-Süd-Party Gratis-Reisen ermöglicht haben.

Wulff legte auf die Riesenparty im Flughafen von Hannover gemeinsam mit dem Land Baden-Württemberg allergrößten Wert. „Das war ein Event des Ministerpräsidenten“ und „Glaeseker auf Arbeitsebene dafür verantwortlich“, betont die Zeugin.

Auch bei der Sponsorensuche? Hagebölling hatte den riesigen „Druck“ durch Wulff bereits als Zeuge bestätigt.

Gunars Reichenbachs
Chefkorrespondent
Redaktion Hannover
Tel:
0511/1612315

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