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NWZonline.de Nachrichten Politik

Iran-Konflikt: Ein Besuch in schwierigen Zeiten

14.01.2020

Al-Asrak Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) zieht sich mit Oberst Markus Kleinbauer zum Vier-Augen-Gespräch zurück. Der Kommandeur des deutschen Kontingents der Operation „Inherent Resolve“ hat aufregende Tage hinter sich. Denn nach der jüngsten Eskalation in der Region stieg hier drei Tage lang kein Flugzeug auf, um Verstecke der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) im Irak ausfindig zu machen. Alle hielten den Atem an, nachdem das US-Militär in Bagdad den iranischen Top-General Ghassem Soleimani töten ließ und der Iran als Vergeltung Raketen auf von US-Truppen genutzte Stützpunkte im Irak abfeuerte.

Bereithalten

Die 32 deutschen Soldaten, die zuletzt als Militärausbilder im Zentralirak eingesetzt waren, sind vergangene Woche hier im jordanischen Al-Asrak gelandet. Zwei Tage später ging es für sie dann weiter nach Deutschland. Sollte auf politischer Ebene entschieden werden, die Ausbildung der Iraker auf dem Stützpunkt Tadschi nördlich von Bagdad wieder aufzunehmen, stehen sie bereit, um innerhalb von maximal vier Tagen zurückzukehren.

Die rund 120 Bundeswehr-Soldaten im nordirakischen Erbil sind dagegen an Ort und Stelle geblieben. Sie bereiten aktuell einen neuen Ausbildungs-Lehrgang für die irakischen Streitkräfte vor.

Auch auf Ziele in der Umgebung von Erbil waren in der Nacht zum vergangenen Mittwoch iranische Raketen abgefeuert worden. Da die Bundeswehr rechtzeitig vor dem Angriff gewarnt wurde, blieben die Soldaten unversehrt.

Kleinbauer dankt Maas für den Truppenbesuch. Vor allem hinter den in Erbil stationierten Kräften lägen „schwierige Tage“. Maas sagt, „das Gröbste“ sei nun wohl überstanden.

Schwerfallen

Ohne die Luftunterstützung dürfte es den irakischen Streitkräften schwerfallen, ein Wiedererstarken des IS langfristig zu verhindern. So sehen es zumindest Maas und sein Gesprächspartner in Amman, Jordaniens Außenminister Aiman Safadi.

Die durch Massenproteste geschwächte irakische Regierung muss jetzt entscheiden, was ihr wichtiger ist: die Loyalität dem Iran gegenüber, der auf einen Abzug der Amerikaner und ihrer Verbündeten dringt, oder die westliche Unterstützung im Kampf gegen den IS. „Wir wollen jetzt erst einmal die endgültige Antwort der irakischen Regierung abwarten“, sagt Maas.

Abwarten

Nach Bagdad wollte Maas nicht fliegen. Dort und in Erbil soll in den kommenden Tagen erst einmal ein hochrangiger Beamter des Auswärtigen Amtes herausfinden, welche der vielen irakischen Parteien welche Linie vertritt. Wichtig ist für die westlichen Verbündeten, dass der Einfluss des Irans in Bagdad nicht noch stärker wird. Deshalb will die Anti-IS-Allianz erst einmal abwarten. Maas sagt, ein „überstürzter Rückzug“ der ausländischen Truppen wäre jetzt das falsche Signal. „Die deutschen Soldaten, die zurzeit in Erbil, in Jordanien und in Kuwait sind, werden dort bleiben“, betont er.

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