ALEXANDERHAUS - Der Neubau-Stadtteil Alexanderhaus wächst und gedeiht – vor allem dort, wo der Bebauungsplan Einzelhäuser festgesetzt hat. Dagegen gestaltet sich der Verkauf von Grundstücken, auf denen Doppelhäuser und Hausgruppen entstehen sollen, zunehmend schwierig. Die „aktuelle Nachfragesituation“, so Stadtbaurat Frank-Egon Pantel, spreche mithin dagegen, die ursprüngliche Planung aus dem Jahr 2002 aufrecht zu erhalten.

Oldenburger Phänomen

Ein Phänomen, das nicht nur in dem wachsenden Quartier im Stadtnorden zu beobachten ist, sondern in ähnlicher Form in ganz Oldenburg auftaucht. Neu ist aber, dass die Stadtverwaltung mit einer Änderung des Bebauungsplans für den Bereich Schinkelstraße/Schlüterstraße auf die Situation reagieren will.

„Stärkere Verdichtung an der Schinkelstraße, nur noch gering verdichtete Bebauung an der Schlüterstraße“ – so umschreibt Planungsamtsleiterin Elke Wicherts das Ziel der Änderung des bisher gültigen B-Plans. Mit dieser Umverteilung der Wohnformen soll erreicht werden, dass offenere Bebauung zwar in die Bereiche, in denen sie sinnvoll erscheint, verschoben wird, dass aber zugleich die Zahl der Wohneinheiten insgesamt unverändert bleibt. „Auf diese Weise ist das Vorhaben städtebaulich vertretbar“, findet Pantel.

Parkstreifen geplant

Die Schinkelstraße als wichtige Haupterschließungsstraße des Stadtteils, an dem seit dem Jahr 2002 gebaut wird, bietet für die Planer beste Voraussetzungen für eine „geschlossene straßenbegleitende Bebauung“; vorgesehen ist sogar, einen Parkstreifen entlang der Schinkelstraße zu bauen. Mehrfamilien-, Reihen- und Doppelhäuser sollen am südlichen Rand der Straße entstehen.

Das freistehende Einfamilienhaus soll – wenn der geänderte Bebauungsplan beschlossen werden wird – derweil charakteristisch für die Schlüterstraße werden. Die befinde sich, so Wicherts, im „geschützten Bereich“ weiter südlich der verkehrstechnisch wichtigen Schinkelstraße.

Der Bauausschuss stimmte dem Vorschlag zu, die Planänderung fürs Alexanderhaus wird nun öffentlich ausgelegt.