Alexanderheide - Ihre Zukunft ist unsicher: Die Traditionsgemeinschaft Jagdbombergeschwader 43 wird ihr Fliegereimuseum verlieren – zumindest vorerst. Das Domizil des Vereins mit seiner umfangreichen Sammlung auf dem ehemaligen Fliegerhorst muss nämlich abgerissen werden. Wie berichtet, besteht der Verdacht, dass sich Kampfmittel unter dem Gebäude befinden. Bis Ende 2021 muss die Traditionsgemeinschaft ihr Heim verlassen. „Es wird weitergehen“, ist der Vereinsvorsitzende Helmut Friz zuversichtlich. Die Stadt habe ihre Unterstützung bei der Bereitstellung von Räumlichkeiten für einen neuen Standort auf dem Fliegerhorstgelände zugesagt.
Nach ihrem Besuch und einem Gespräch mit Helmut Friz auf dem Fliegerhorst waren sich der CDU-Stadtbezirk IV-Nord/Ost und der CDU-Kreisvorsitzende Christoph Baak einig: „Der Traditionsverein hat unsere volle Unterstützung“, so der Stadtbezirksvorsitzende Hendrik Klein-Hennig „Der Verein hat mit Widrigkeiten zu kämpfen, die sehr schwer wiegen: Es gibt kein fließendes Wasser in den Räumen, zeitweise wird der Strom abgestellt. Wir setzen uns dafür ein, dass nun eine nachhaltige Bleibe für den Verein gefunden wird. Aufgrund der Historie des Standortes sollten ein zukünftiges Vereinsheim und die Ausstellungsräume auch wieder auf dem Fliegerhorstgelände ihren Platz finden.“
Mittlerweile sind nahezu alle Gebäude auf dem ehemaligen Fliegerhorst entfernt worden, die letzten stehen kurz vor dem Abriss. „Der ursprüngliche Plan, Bausubstanz zu erhalten, ist wohl nicht zu halten. Umso mehr sollte nun darauf geachtet werden, dass die wenigen prägnanten Gebäude wie Kasino, Stabsstelle und Tower erhalten bleiben“, so Klein-Hennig.
Die Grünen-Ratsfraktion stellt, wie berichtet, die Frage, welche Gebäude aus Sicht der Stadtverwaltung überhaupt noch langfristig auf dem Fliegerhorst erhalten werden sollen. Auch sie möchte wissen, welches Gebäude die Stadtverwaltung als neue Heimat innerhalb des neuen Stadtteils für die Sammlung vorsieht. Ein entsprechender Antrag wurde für die Sitzung des Kulturausschusses eingereicht. Und der tagt an diesem Dienstag ab 17 Uhr öffentlich im Kulturzentrum PFL (Seminarraum 2), Peterstraße 3. Zu Gast ist Helmut Friz.
