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Alle Fälle müssen auf den Tisch

Von Rasmus Buchsteiner

Frage:

Herr Robbe, wie bewerten Sie die neuen Fälle von Aufnahmeritualen bei der Bundeswehr?

Robbe:

Diese Fälle sind sehr besorgniserregend. Fast immer spielt Alkoholmissbrauch dabei eine Rolle. Wir analysieren zurzeit sorgfältig die Eingaben der Soldaten, die uns erreicht haben. Ich warne vor voreiligen Schlüssen. Wir brauchen jetzt eine umfassende Aufklärung der Vorgänge. Ich möchte genau wissen, was an den Schilderungen der Soldaten dran ist.

Frage:

Wie viele Bundeswehr-Angehörige sind beteiligt?

Robbe:

23 Fälle habe ich dem Verteidigungsausschuss umfassender geschildert. Darüber hinaus liegen mir weitere Eingaben vor, die wir überprüfen. Alles muss jetzt auf den Tisch. Das muss schonungslos aufgeklärt werden. Alle in Rede stehenden Beteiligten von den Rekruten bis hin zu ihren Vorgesetzten werden befragt. Ich werde das Parlament über den jeweiligen Stand der Aufklärung auf dem Laufenden halten. Wo nötig, müssen dienst- und strafrechtliche Konsequenzen gezogen werden. In einem Fall ermittelt bereits die Staatsanwaltschaft.

Frage:

Wie sehr schaden die Vorgänge dem Ansehen der Bundeswehr?

Robbe:

Hier geht es um völlig inakzeptable Rituale, praktiziert von unreifen und fehlgeleiteten Charakteren. Daraus müssen wir die richtigen Konsequenzen ziehen, damit ähnliche Vorgänge für die Zukunft ausgeschlossen werden können. Wir sollten alles tun, damit die Bundeswehr in der Öffentlichkeit nicht mit diesen Exzessen gleichgesetzt wird. Auf den Soldaten im Einsatz lastet hohe Verantwortung. Sie haben es verdient, dass ihre Leistungen auch öffentlich so gewürdigt werden. Viele Soldaten in Afghanistan werden den Kopf schütteln, wenn sie hören, wie sich einige Kameraden in der Heimat verhalten.

Frage:

Der Bundestag entscheidet über das neue Afghanistan-Mandat. Rechnen Sie mit einer großen Mehrheit?

Robbe:

Für die Soldaten ist es wichtig, dass die Mandate eine breite Mehrheit erhalten. Das Parlament sollte hinter den Soldaten stehen.
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