Von Rainer Dehmer
Frage:
Herr Wempe, wann haben Sie mit Ihren Vorbereitungen für den Einsatz beim G 8-Gipfel begonnen?Wempe:
Mit den intensiveren Vorbereitungen haben wir vor knapp drei Monaten begonnen. Das begann zunächst mit dem Sammeln von Informationen.Frage:
Mussten Sie sich auch vor Ort in Mecklenburg-Vorpommern umsehen?Wempe:
Natürlich. Ich war mehrfach vor Ort, um die Lage kennen zu lernen.Frage:
War denn von Anfang klar, dass die Oldenburger Einheit weit entfernt vom Tagungsort in Heiligendamm eingesetzt würde?Wempe:
Nein. Das hat sich erst in den vergangenen Wochen so entwickelt. Erst nachdem feststand, welche Einheiten zur Verfügung stehen würden, konnte man im Detail die Aufgaben für die Einsatzabschnitte festlegen.Frage:
Haben Sie hier alles so vorgefunden, wie es im Vorfeld abgesprochen war?Wempe:
Was die polizeilichen Dinge angeht, läuft alles wie geplant. Leichte Probleme gab es wegen der Unterbringung.Frage:
War es bisher ein einfacher Einsatz?Wempe:
Für uns kann man das bislang bejahen. In allen anderen Bereichen war es für die Polizei aber ein sehr arbeitsintensiver Einsatz. Es kann jederzeit sein, dass wir in einen anderen Abschnitt verlegt werden.Frage:
Seit anderthalb Wochen ist Ihre Abteilung bereits im Einsatz. Leidet da nicht die Motivation?Wempe:
Es ist die Aufgabe meiner Führungskräfte, die Kollegen zu motivieren und ihnen auch Ansporn zu geben. Manchmal muss man auch Ängste nehmen, wenn diese vorhanden sein sollten. Für meine Einheiten kann ich sagen, dass alle noch hochmotiviert sind.Frage:
Ist Ihre Abteilung noch komplett?Wempe:
Nein. Der Kollege, der vorige Woche Vater wurde, durfte nach Haus zu Frau und Kind.Frage:
Wann fahren Sie wieder zurück nach Oldenburg?Wempe:
Am Sonntag oder Montag. Das hängt davon ab, wie viele Demonstranten sich in unserem Abschnitt noch aufhalten.Bild: Dehmer
Polizeioberrat Peter Wempe (48), Leiter der Oldenburger Bereitschaftspolizei, zum Einsatz beim G 8-Gipfel.
