Oldenburg - Zunächst sollte die Autobahnpolizei von Osternburg aus ihre Einsätze fahren. Doch das ausgewählte Grundstück am Müllersweg an der A 28 erschien den Planern zu klein. Deshalb wurde an einem anderen Streckenabschnitt der Autobahn nach einem passenden Gelände gesucht. Einig wurden sich die Verantwortlichen schließlich mit einem Landwirt. Er verkaufte dem Land eine Wiese in Neusüdende – kurz hinter dem heutigen Autobahnkreuz Nord. Dort entstand der neue Dienstsitz. Im Dezember 1984 bezogen die Beamten den Flachbau.

Die für die Verkehrsüberwachung zuständige Einheit gibt es allerdings schon länger als 30 Jahre. Als Vorläufer gilt die bereits 1952 aufgestellte Motorisierte Verkehrspolizei-Staffel (MOT). Die zunächst 35 Beamten hatten ihren Sitz am Pferdemarkt.

Mit ihren Autos und Motorrädern jagten sie freilich noch keinen Rasern nach. Denn die Stadtautobahn gab es in der heutigen Form noch nicht. Die Beamten überwachten den Verkehr auf den Bundesstraßen im gesamten Verwaltungsbezirk Oldenburg. Die „weißen Mäuse“ (wegen der Sonderlackierung der Fahrzeuge und der weißen Uniformteile wurde der Begriff zum Synonym für die Autobahnpolizei) gaben in den Anfangsjahren auch öffentlichen Verkehrsunterricht.

Bereits 1976 begannen die ersten Vorplanungen für den Umzug an die Autobahn. Eingebunden wurde später auch die Polizei-Hubschrauberstaffel, die zu diesem Zeitpunkt noch auf dem Fliegerhorst stationiert war. Die vom damaligen Staatshochbauamt in gut zweijähriger Bauzeit für knapp sechs Millionen Euro errichtete Anlage enthält vier Komplexe: Eine Hubschrauberhalle mit Tower und Nebenräumen, einen Haupttrakt für die Verkehrspolizei sowie je ein Werkstatt- und ein Garagengebäude.

Die Gebäudestruktur blieb bis heute in dieser Form erhalten. Der Name, der dort untergebrachten Einheit, hat sich in den vergangenen Jahren wiederholt geändert. Die frühere MOT heißt heute Polizeikommissariat BAB.

Und es gibt auch einen Untermieter: Die für Oldenburg zuständige Gruppe der Diensthundführerstaffel fand bei der Autobahnpolizei eine neue Heimat. Die Gruppe besteht aus zehn Hundeführern. Bei den Tieren handelt es sich um Drogen-, Sprengstoff-, Brandmittel- und Leichenspürhunde.