AMMERLAND - Mitarbeiter des Katasteramtes Westerstede haben damit begonnen, das Fintlandsmoor zu vermessen. Die Arbeit, die Vermessungsingenieur Olaf Terveer zusammen mit Vermessungstechniker Cord Arnke erledigt, sind Grundlage für das im Juli dieses Jahres eingeleitete Flubereinigungsverfahren im Fintlandsmoor. Zunächst werden die Fachleute die Grenze des Flurbereinigungsgebiets feststellen. Anschließend werden die vorhandenen Wege, die Gewässer, die Höfe und Besonderheiten wie z.B. Hecken erfasst. Zwei bis drei Jahre werden die Arbeiten in dem rund 2800 Hektar großen Flurbereinigungsgebiet dauern.
Beauftragt wurden die Mitarbeiter des Katasteramtes durch das Amt für Landentwiclung an der Behörde für Geoinformation, Landentwicklung und Liegenschaften (GLL) in Oldenburg, das die Planungsgrundlagen für die Neugestaltung des Flurbereinigungsgebiets Fintlandsmoor erstellt. Nach Angaben von Holger Brandt vom Amt für Landentwicklung müssten die Mitarbeiter des Katasteramtes bei ihren Vermessungsarbeiten auch Privatgrundstücke betreten. Das sei ihnen nach dem Flurbereinigungsgesetz zu gestatten. Bei den betroffenen Eigentümern bitte man um Verständnis für die erforderlichen Arbeiten.
Änderungen bei den Eigentumsgrenzen und Eigentumsflächen, wie sie im Liegenschaftskataster derzeit ausgewiesen seien, gäbe es durch die jetzigen Vermessungen nicht. Ziel sei es jedoch, durch das eingeleitete Flurbereinigungsverfahren, mittelfristig viele kleinere Flächen in größere zu „bereinigen“. Darüberhinaus solle u.a. das unzureichend befestigte Wegenetz im Fintlandsmoor, das in den Gemeinden Edewecht, Bad Zwischenahn und Westerstede liegt, verbessert werden.
