Ammerland - Im kommenden Jahr sollen Straßen, Brücken und Radwege im Landkreis saniert werden. Dafür hat der Ammerländer Kreistag in seiner jüngsten Sitzung erhebliche Mittel bereitgestellt.
Insbesondere die Moorstraßen haben unter der anhaltenden Trockenheit gelitten und weisen jetzt teilweise tiefe Risse auf. So sind insgesamt 1,8 Millionen Euro für das Verschleißdeckenerneuerungsprogramm veranschlagt, von denen allein 250 000 Euro auf die Moorstrecken und Flickstellen entfallen.
Gestartet wird mit Arbeiten an der K 136 ab dem Kreisverkehrsplatz Ofenerfeld bis zur Einmündung der Neusüdender Straße. Allein in dieses Vorhaben fließen 680 000 Euro. Die weiteren Maßnahmen werden dann im Frühjahr festgelegt.
In einem Rutsch wird ebenfalls der stark beschädigte Radweg an der K 136 für 200 000 Euro erneuert. Insgesamt sind 350 000 Euro für Radwege eingeplant, davon 50 000 Euro für Ausbesserungen. Weitere Maßnahmen werden noch festgelegt. Zusätzlich fließen 379 000 Euro in den Radweg an der K 347 vom Ortsausgang Hollwege bis zum neuen Kreisverkehr bei der Anschlussstelle Westerstede-West. Darüber hinaus sind auch schon in diesem Jahr einige Radwege in Arbeit.
Als Sonderprogramm genehmigte der Kreistag 300 000 Euro für die Befestigung von Fahrbahnrändern, die streckenweise ausgefahren sind und Schlaglöcher sowie Kantenabbrüche aufweisen. Welche Straßen gemacht werden, wird im Frühjahr festgelegt. Weitere 50 000 Euro werden für Markierungsarbeiten benötigt und in den Jahren 2019/20 jeweils 35 000 Euro für die Beschilderung. Für Unterhalt und Instandsetzung von Kreisstraßen wurden weitere 765 000 Euro und damit mehr als im Vorjahr eingeplant. In diesen Posten fließen unter anderem Fuhrkosten beim Winterdienst oder die Anmietung von Spezialfahrzeugen für die Gehölzpflege ein.
Auch Einzelmaßnahmen wurden bewilligt: die Grunderneuerung der K 321 (Bachmannsweg) zwischen Husbäke und Edewecht für 2,255 Millionen Euro und die Mehrkosten in Höhe von 171 000 Euro für die Verlängerung der Rechtsabbiegespur an der K 138 in Kayhauserfeld. Für die Entschärfung des Kreuzungsbereichs in Rastede an der K 131 (Oldenburger Straße)/K 133 (Raiffeisenstraße/Kleibroker Straße) werden die Planungen für einen Kreisverkehr aufgenommen.
Einige kleinere Brücken werden ebenfalls erneuert. Dafür sind 80 000 Euro eingeplant. Auf der Dringlichkeitsliste stehen ganz oben die Vehne–Brücke an der K 142 in Jeddeloh, eine Brücke an der K 114 Halsbek-Eggelogerfeld, über die Gießelhorster Bäke an der K 349 zwischen Torsholt und Gießelhorst und über die Ollenbäke an der K 336 zwischen Rostrup und Ocholt.
Alle Entscheidungen fielen einstimmig. Aus den Reihen der Grünen wurde jedoch darauf hingewiesen, dass darüber hinaus auch neue Konzepte entwickelt werden müssten, um künftig weniger Autoverkehr auf den Straßen zu haben.
