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NWZonline.de Nachrichten Politik

An der Zeit, neu zu denken

20.09.2019
Betrifft: „Erschreckende Parallelen zum Fall Högel“, Im Nordwesten, 18. September

Nun ist es doch wieder passiert und eine neue Mordserie im Saarland hält uns in der Umklammerung. Und dabei hatte man der Öffentlichkeit doch versprochen, so etwas wie die Mordserie des Mörders N. Högel könnte sich heute nicht mehr wiederholen. Dass dieses ein fataler Irrtum ist, müssen wir nun zur Kenntnis nehmen.

Hat sich eigentlich in puncto Patientensicherheit wirklich etwas in den Krankenhäusern geändert? (...) Es ist nicht überzeugend, ein Whistle-Blower-System zur anonymen Meldung auffälliger Mitarbeiter in Kliniken einzuführen und die Person, die es dann auswertet, wird von der Klinik bezahlt? Glaubt wirklich jemand, diese würde alles schonungslos aufklären, wenn der Ruf der Klinik auf dem Spiel steht? (...)

Ich rege eine Meldepflicht für mehrfach negativ aufgefallene Mitarbeiter an. Eine Art Schufa für Arbeitnehmer, die jeder Arbeitgeber im Gesundheitswesen einsehen kann. Wir müssen den Mut haben, solchen Ärzten und Pflegekräften die Zulassung und Examen zu entziehen, wenn sie mehrfach den Faktor Mensch nicht mehr sehen oder ihre Sprache –wie es Prof.Beine formulierte – verroht. Wenn Mitarbeiter z. B. von Abkratzen und nicht mehr vom Sterben sprechen. Wenn der Patient nur noch die Galle oder der Bypass aus Zimmer 1408 oder Platz 3 ist. Ja auch dann, wenn Ärzte und Pflegekräfte körperliche, seelische oder chemische Gewalt anwenden.

Dabei finde ich, die Opfer der brutalen Morde des Nils Högel und die Vorfälle in der Klinik Völklingen müssten es uns wert sein, das System Krankenhaus auf den Prüfstand zu stellen und jeden Stein mehrfach umzudrehen bis alle verstanden haben: Es ist an der Zeit neu zu denken.

Frank Lauxtermann Oldenburg

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