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NWZonline.de Nachrichten Politik

Analyse: Darüber reden, Gefühle akzeptieren

20.03.2020

Österreich hat das Corona-Virus noch härter getroffen als Deutschland. Und auch die Gegenmaßnahmen sind weit härter – Ausgangssperren, ganze Gemeinden werden zu Quarantäne-Gebieten erklärt. Von Ischgl in Tirol aus nahm der Virus seinen verheerenden Zug durch Europa auf. Die Österreicher sind also schon mehrere Schritte weiter als die Deutschen – und sie wissen um die psychischen Belastungen für jeden Einzelnen.

Die Experten des psychologischen Dienstes des Österreichischen Bundesheeres haben deshalb einen Leitfaden zum Umgang mit Covid-19 zusammengestellt. Einfache Ratschläge und Techniken sollen helfen, die psychischen Belastungen im Griff zu behalten. Die wichtigsten Tipps der Militärpsychologen:

Gefühle akzeptieren

In Krisensituationen seien rasch wechselnde Emotionen normal. Das können „Hilflosigkeit, Angst, Wut, Ärger oder Sinnlosigkeit und Leere sein“. In solchen Stimmungen sollte man keine wichtigen Entscheidungen treffen.

Ziele setzen

Das gebe ein Gefühl der Kon­trolle zurück, schreiben die Psychologen. Das könne darin bestehen, ein Tagebuch zu führen oder eine Fertigkeit zu erlernen. Realistisch sollten diese Ziele aber schon sein.

Reden

Die Sorgen zu teilen, helfe in Krisensituationen am besten, heißt es. Allerdings sollte das Coronavirus nicht das ganze Gespräch bestimmen.

In Kontakt bleiben

Physische soziale Kontakte herunterzufahren, ist der Kern des Kampfes gegen Corona. Doch gilt es, soziale Kontakte zu pflegen – für das Jetzt und die Zeit nach der Krise – nur eben per Telefon, Chat oder Videotelefon.

Ablenkung suchen

„Lenken Sie sich ab“, schreiben die Österreicher. Das sei möglich durch Lesen, Filme oder Hobbys, die auch jetzt noch machbar sind, sowie Gespräche über anderes als das Virus und die aktuelle angespannte Situation.

Humor zulassen

„Humor ist erlaubt!“, heißt es da. Und weiter: „Er ist ein starkes Mittel gegen Hoffnungslosigkeit.“

Körperlich betätigen

Stress und Belastungen können durch „körperlichen Ausgleich“ abgebaut werden.

Den Rhythmus halten

Ganz wichtig: „Versuchen Sie, auch in der Ausnahmesituation im gewohnten Ablauf zu bleiben.“ Die Psychologen empfehlen: zu üblichen Zeiten essen und zu Bett gehen. Zuerst die anstehenden Aufgaben erledigen, dann die Freizeit gestalten.

Dr. Alexander Will Leiter Newsdesk / Mitglied der Chefredaktion (Überregionales)
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