• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Nachrichten Politik

Partykiller für die deutsche Wirtschaft

12.01.2018

Wirtschaftsaufschwung, Rekordbeschäftigung, Exportboom – es läuft in Deutschland. Doch ausruhen, da sind sich Experten einig, sollte sich Europas größte Volkswirtschaft auf dem Erfolg nicht.

„Viele Schwachstellen sind erkennbar“, sagt Thomas Gitzel, Chefökonom der VP Bank. Investitionen seien notwendig: in Straßen, Bildung, schnelles Internet. „Es ist an der Zeit, anzupacken und sich nicht auf den Lorbeeren auszuruhen“, mahnt Gitzel.

Die künftige Bundesregierung sollte die „Chance für neue Strukturreformen und Investitionen“ nutzen, rät ING-Diba-Chefvolkswirt Carsten Brzeski. „Andernfalls könnte Deutschland bald in den Rückspiegel schauen und erkennen, dass die jüngste starke Wachstumsphase nur das letzte Hurra war.“

Die Forderungen, dreieinhalb Monate nach der Wahl endlich klare Verhältnisse zu schaffen, werden lauter. „Damit Deutschland auf den Weltmärkten weiterhin vorne dabei sein kann, muss angesichts von zunehmendem Wirtschaftsprotektionismus und Nationalismus die Hängepartie in Berlin bald ein Ende haben“, mahnte jüngst der Präsident des Außenhandelsverbandes BGA, Holger Bingmann. „Immer mehr Länder suchen die Lösung für globale Herausforderungen in nationalen Rezepten. Für eine internationale Volkswirtschaft wie die unsere, die auf Exporte wie Importe angewiesen ist, ist das brandgefährlich.“

Beispiel Steuern: Während US-Präsident Donald Trump der heimischen Wirtschaft ein Milliarden-Geschenk in Form Steuersenkungen bescherte, fordert die deutsche Industrie vergeblich Entlastung. „Wir brauchen vor allem weniger Bürokratie, einen größeren Freiraum für Unternehmen sowie mehr Investitionen in Bildung und Infrastruktur“, fordert der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), Martin Wansleben. „In keinem Fall jedoch Steuererhöhungen.“

Europas größte Volkswirtschaft sei „ein kostspieliges Land“ – gleich, welchen Maßstab man anlege, analysiert Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer. Darunter leide das Image, in der EU sei Deutschland „nur noch Mittelmaß“.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.