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NWZonline.de Nachrichten Politik

Schwarz-Rot-Gold hatte es nicht leicht

04.07.2019

Sie ist die Visitenkarte der Bundesrepublik. Doch lange haben sich die Deutschen schwergetan mit ihrer Flagge. Die Flaggen-Frage hat das Land gespalten.

Schwarz-Rot-Gold – das waren seit dem 19. Jahrhundert die Sehnsuchtsfarben der Demokraten. Erst als das Kaiserreich 1918 unterging, wurden diese Farben zur Flagge der Weimarer Republik. Am 3. Juli 1919 stimmte die Nationalversammlung mit breiter Mehrheit zu – und schloss zugleich einen Kompromiss: „Die Reichsfarben sind Schwarz-Rot-Gold, die Handelsflagge ist Schwarz-Weiß-Rot mit den Reichsfarben in der oberen inneren Ecke.“

Doch während Zentrum und SPD sich für die neue Flagge aussprachen, trauerten die Konservativen den Farben des Kaiserreichs hinterher. Die Soldaten im Weltkrieg hätten für Schwarz-Weiß-Rot gekämpft. Demonstrativ hissten konservative Kreise Schwarz-Weiß-Rot. Seinen Ursprung hat das Schwarz-Rot-Gold beim Lützowschen Freikorps, das gegen Napoleon kämpfte. 1817 auf dem Wartburgfest wurde diese Fahne zum Wahrzeichen der Burschenschaften.

Zu den Farben der Demokraten wurde Schwarz-Rot-Gold beim Hambacher Fest. Spätestens mit der Revolution 1848 wurden Schwarz-Rot-Gold als explizit deutsche Farben wahrgenommen. „Pulver ist schwarz, Blut ist rot, golden flackert die Flamme“, lautete das Kampflied Ferdinand Freiligraths. Doch schon wenig später, nach dem Scheitern der Revolution, wurde diese Fahne eingeholt. Bismarck ereiferte sich über „die Farben des Aufruhrs und der Barrikaden“. Stattdessen setzte sich im preußisch dominierten Kaiserreich das „Schwarz-Weiß-Rot“ durch – eine Verbindung der preußischen Farben Schwarz-Weiß mit den Hansefarben Weiß-Rot. Nach 1933 wurde die Hakenkreuzfahne zur Reichsflagge. Das Grundgesetz kehrte zu Schwarz-Rot-Gold zurück. Auch die DDR berief sich auf diese Tradition. 1959 fügte Ostberlin Ährenkranz, Hammer und Zirkel zur Flagge. Gleich nach der Maueröffnung am 9. November 1989 trennten viele DDR-Bürger diese Embleme heraus.

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