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NWZonline.de Nachrichten Politik

So drückt Wien die Mietpreise

09.04.2019

Das Thema Wohnen steht derzeit ganz weit oben auf der politischen Agenda. Zehntausende Menschen sind am vergangenen Wochenende bundesweit gegen die explodierenden Mieten in deutschen Großstädten auf die Straße gegangen. Ihre Forderung: Die großen Immobilienkonzerne enteignen, den Wohnungsmarkt so für Spekulanten und Investoren uninteressant machen.

Die Bundesregierung lehnt Enteignungen im Kampf gegen die Wohnungsnot ab. Regierungssprecher Steffen Seibert sagte am Montag in Berlin zum Vorschlag von Grünen-Chef Robert Habeck, dies sei nicht das geeignete Mittel. Ein Sprecher des Ministeriums für Bau und Heimat verwies auf die von der Großen Koalition vereinbarten Förderungen beim sozialen Wohnungsbau, dem Städtebau, beim Baukindergeld und Wohngeld.

Doch wie gehen andere Länder mit ihrer Wohnungspolitik um? In dieser Debatte dient Wien gern als Vorzeigemodell. Die österreichische Hauptstadt wächst, hat aber dennoch deutlich weniger Probleme mit steigenden Mieten als deutsche Städte. Denn in Wien lebt rund ein Viertel der Bevölkerung in Gemeindebauten. Der Mietpreis liegt hier bei Neuvermietungen bei 5,81 Euro pro Quadratmeter plus Betriebskosten und Steuern – und das in allen Bezirken, erklärt Markus Leitgeb, Sprecher der kommunalen Hausverwaltung Wiener Wohnen.

„In den Gemeindebauten machen wir zudem eine sanfte Nachverdichtung, wir achten bei Sanierungen also darauf, dass wir etwa das Dachgeschoss ausbauen“, sagt Leitgeb. Bis zum Jahr 2020 sollen 4000 neue, stadteigene Wohnungen auf den Weg gebracht werden, bisher gibt es rund 220 000.

Wiener Wohnen ist nach eigenen Angaben die größte kommunale Hausverwaltung in Europa. Im Kern finanziert sich der Wiener Gemeindebau dabei aus den eigenen Mieteinnahmen und Mitteln der Wohnbau-Förderung.

Die zweite Säule des Wiener Modells sind geförderte Wohnungen, von denen laut Leitgeb jährlich 10 000 neu entstehen. Erst im November wurde beschlossen, dass bei künftigen Bauprojekten nur noch ein Drittel der Wohnnutzfläche frei finanziert werden darf, zwei Drittel bleiben geförderten Wohnungen vorbehalten.

Der soziale Wohnungsbau hat in Wien eine 100 Jahre lange Tradition – und könnte nun dabei helfen, dass die Stadt das Wachstum auf vermutlich bald wieder zwei Millionen Einwohner mit Blick auf die Mietpreise angenehm verkraftet.

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