• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Nachrichten Politik

Wie die Demokraten Trump stärken

11.07.2019

Mit dem Milliardär, Philantropen und Umwelt-Aktivisten Tom Steyer hat sich die Zahl der Präsidentschaftskandidaten der US-Demokraten auf 24 erhöht. Warum der 62-jährige Steyer nun doch antrat, können sich Beobachter schwer erklären. Er wird als chancenlos angesehen, denn sein Bekanntheitsgrad ist gering und seine Programmatik stützt sich vor allem auf einen Punkt: Präsident Donald Trump des Amtes zu entheben.

Doch die Mehrheit der US-Bürger hat angesichts der boomenden Wirtschaft und historisch niedrigen Arbeitslosenquote von 3,7 Prozent gar keine Lust auf eine politische Revolution durch ein „Impeachment“, das angesichts der Mehrheiten im Kongress ohnehin chancenlos wäre. Das spiegelt sich auch in der höchsten Zustimmungsquote seit Beginn der Amtszeit Trumps wider, die Demoskopen kürzlich bei 44 Prozent festzurrten. Was wiederum für gute Chancen Trumps spricht, eine zweite Amtszeit im November 2020 zu erobern.

Begünstigt werden diese Aussichten zudem von einem Phänomen bei der Opposition: So gut wie alle namhaften Kandidaten der Demokraten zeichnen sich durch einen verblüffenden Linksruck und radikale Positionen aus, mit denen sie offenbar den derzeit so lautstarken Progressiven in der Partei gefallen wollen. Doch ob sie die für den Wahlsieg wichtige Mittelschicht des Landes damit erreichen, ist äußerst zweifelhaft.

Das beweist ein Blick auf Thesen der letzten Wochen. Joe Biden, in den Umfragen unter Amerikas Liberalen weiter vorn liegend, will bei einem Erfolg die Zahl der inhaftierten Kriminellen durch Gesetzesänderungen um über 50 Prozent reduzieren – ein Projekt, das gesetzestreuen Bürgern kalte Schauer über den Rücken jagen dürfte. Biden heischt mit diesem Vorschlag unverhohlen um Stimmen der Afro-Amerikaner, die überproportional Haftstrafen absitzen. Das muß nicht – wie es Demokraten gern behaupten – unbedingt nur an Rassismus im Justizsystem liegen. Denn obwohl Schwarze 13 Prozent der Gesamtbevölkerung stellen, begehen sie laut Kriminalstatistik des FBI für das Jahr 2017 und die Vorjahre rund 50 Prozent aller schwerer Straftaten wie Morde und Raubüberfälle. Extrem positioniert hat sich auch die ebenfalls aussichtsreiche farbige Senatorin Kamala Harris, die Reparationen für Nachkommen von Sklaven fordert. Ihre Kollegin Elizabeth Warren erwägt, die rund 300 Millionen im Umlauf befindlichen Revolver, Pistolen und Gewehre konfiszieren zu lassen. Und dann sind da noch Bewerber wie der Texaner Beto O’Rourke, die Migranten unbegrenzten Zutritt gewähren wollen, Grenzzäune niederreißen möchten oder die Abschaffung der Abschiebebehörde ICE fordern. Keine dieser Positionen ist jedoch, wie Umfragen zeigen, mehrheitsfähig – und sie werden damit zum argumentativen Vorteil des Amtsinhabers.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.