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NWZonline.de Nachrichten Politik

Zu alt fürs Weiße Haus?

10.09.2019

US-Präsident Donald Trump ist 73, drei seiner demokratischen Herausforderer ebenfalls 70 plus. Zu alt für den Top-Job im Weißen Haus? Auch wenn es heißt, das Alter sei zunächst nur eine Zahl und sage nichts über die tatsächliche Fitness aus, so durchzieht das Thema angesichts der geballten Lebenszeit der Anwärter den Wahlkampf doch stärker denn je.

Der älteste der Bewerber im Feld der Demokraten ist Senator Bernie Sanders aus Vermont. Der selbsterklärte demokratische Sozialist ist 77, feiert in der kommenden Woche seinen 78. Geburtstag. Die Wähler „müssen und werden die Kandidaten in ihrer Gesamtheit beurteilen“, betont er. Dazu gehörten auch Erfahrung und bisherige Leistungen. Er dürfe von sich sagen, dass er sich guter Gesundheit erfreue, sagt Sanders.

Zwei Tage später in Iowa mischt Sanders höchstpersönlich in einem Softball-Spiel mit, das im Rahmen des Wahlkampfprogramms angesetzt war. Mitbewerberin Elizabeth Warren, die kürzlich 70 wurde, joggt derweil schon mal bei Wahlkampfveranstaltungen durch die Menge und zeigt, wie fit sie ist.

Joe Biden, der Dritte im Bunde der demokratischen Übersiebzigjährigen, ist in dieser Zeitspanne in Massachusetts und Iowa unterwegs. Der 76-Jährige, der unter Barack Obama von 2009 bis 2017 Vizepräsident der USA war, verfüge über „eine exzellente körperliche Verfassung“, bescheinigt ihm sein Arzt Kevin O’Connor. Anders als 1988, damals war es knapp für Biden: Er musste sich einem Eingriff unterziehen, um zwei Aneurysmen – Aussackungen von Blutgefäßen – im Gehirn unschädlich zu machen. Laut Arztberichten für seine Kandidatur um das Vizepräsidentenamt hatte er sich zehn Jahre später vollständig erholt.

Biden sei „mehr als imstande, die Härten des Wahlkampfs zu bewältigen“, bestätigt O’Connor. Damit trifft er für die Gerontologin Anne Newman den Nagel auf den Kopf. Wie Kandidatinnen und Kandidaten den aufreibenden Wahlkampf meistern, sei ein gutes Indiz für ihre Verfassung, meint die Direktorin des Zentrums für Altern und öffentliche Gesundheit an der University of Pittsburgh.

„Bei den meisten, die so ein hartes Programm absolvieren, ist es wahrscheinlich, dass sie mindestens noch fünf, wenn nicht gar zehn Jahre gesund sind“, sagt die Forscherin und stellt den Rufen nach unabhängigen Gesundheitschecks eine Alternative entgegen.

Der Altersforscher S. Jay Olshansky von der University of Illinois gibt Teilentwarnung. Der Stress im Oval Office verkürzt das Leben von Präsidenten nicht, war das Ergebnis einer Studie. „Ich will das Altern nicht schönreden“, sagt Olshansky. Aber, so fügt er hinzu: „Wie viele Jahre sie schon die Sonne umkreist haben, sollte kein Lackmustest für die Präsidentschaft sein.“

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