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NWZonline.de Nachrichten Politik

Angriff ist „besonders widerwärtig und feige“

24.05.2017

London Premierministerin Theresa May sprach von einem Angriff, der mit „kalter Berechnung“ auf die jüngsten Menschen des Landes gezielt habe. Dieser sei besonders widerwärtig und feige, da er auf viele unschuldige, wehrlose Kinder und Jugendliche abgezielt habe. May bekräftigte, „unsere Werte, unser Lebensstil werden immer gewinnen“. Die Ideologie, die zu solcher Gewalt führe, müsse bekämpft werden. Sie sage den Tätern und Terroristen, dass sie nicht gewinnen werden, betonte die Regierungschefin weiter und warnte zugleich: „Wir haben immer noch eine hohe Bedrohungslage.“ Angriffe seien weiter sehr wahrscheinlich.

Bei dem Selbstmordanschlag eines Mannes am späten Montagabend in Manchester wurden mindestens 22 Menschen getötet. 59 weitere wurden bei der Explosion am Ende eines Popkonzerts des Teenie-Idols Ariana Grande verletzt. Dass unter den Opfern auch Kinder und Jugendliche sind, sorgt weltweit für besondere Bestürzung und Entsetzen.

Großbritanniens Parteien haben den Wahlkampf bis auf weiteres unterbrochen. Labour-Chef und Oppositionsführer Jeremy Corbyn sagte, er habe dies Premierministerin Theresa May abgesprochen und sich mit ihr darauf geeinigt. May hat für Dienstagmorgen eine Sitzung des Sicherheitskabinetts der Regierung einberufen. Der Chef der Liberaldemokraten, Tim Farron, sagte einen Wahlkampfauftritt in Gibraltar ab, die Schottische Nationalpartei SNP verschob die für Dienstag geplante Vorstellung ihres Wahlprogramms. In Großbritannien wird am 8. Juni gewählt. Bei der Explosion bei einem Konzert der US-Sängerin Ariana Grande kamen mindestens 22 Menschen ums Leben.

Die britische Innenministerin Amber Rudd hat den Vorfall als „gezielten Angriff“ bezeichnet. Die Explosion bei dem Konzert der US-Sängerin Ariana Grande sei ein „barbarischer Angriff, der absichtlich abzielt auf einige er Verwundbarsten in unserer Gesellschaft - junge Menschen und Kinder bei einem Popkonzert“, sagte Rudd in einer am Dienstamorgen veröffentlichten Mitteilung. Manchester sei bereits früher Ziel von Terrorismus gewesen. Dieser Angriff solle Angst schüren und spalten. „Aber das wird ihm nicht gelingen.“

Die Ministerin sprach den Familien und Opfern ihr Mitgefühl aus und lobte die Arbeit der Rettungskräfte. Im Sicherheitskabinett der Regierung würden weitere Informationen über diesen Angriff zusammengetragen, sagte Rudd, mehr könne sie derzeit nicht dazu sagen. Die Bevölkerung solle wachsam bleiben, aber keine Angst haben.

Die Bewohner der Stadt Manchester wollen Terroristen keinen Raum geben. Dies betonte der Chef der Stadtregierung, Sir Richard Leese, nach der Explosion in der nordenglischen Stadt. „Manchester ist eine stolze, starke Stadt, und wir werden Terroristen nicht erlauben, ihr Ziel zu erreichen, Angst zu säen und uns zu spalten“, teilte Leese am frühen Dienstagmorgen mit.

Es sei schwierig, sich eine schlimmere Nacht in der Geschichte der Stadt vorzustellen, sagte er dem Sender BBC Radio 4. „Als Stadt, als Gemeinschaft, werden wir weiter zusammenhalten und werden nicht erlauben, dass wir besiegt werden.“

Der deutsche Außenminister Sigmar Gabriel hat sich betroffen gezeigt. „Entsetzliche Nachrichten aus Manchester!“, schrieb der SPD-Politiker am Dienstag auf Twitter. „Unsere Gedanken sind jetzt bei unseren britischen Freundinnen und Freunden. United we stand.“ Der Spruch heißt auf Deutsch etwa: „Wir stehen Seite an Seite.“

Der Sprecher der Bundesregierung, Steffen Seibert, äußert sich ebenfalls. „Schreckliche Nachrichten aus Manchester“, schrieb Seibert am Dienstagmorgen bei Twitter. „In Gedanken bei den Toten, dem Leid der Verletzten + denen, die ihre Liebsten noch suchen.“

Auch SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz hat sich bestürzt geäußert. „Grauenhafte Nachrichten aus Manchester“, schrieb der SPD-Vorsitzende am Dienstagmorgen bei Twitter. „Wissen noch nicht viel, aber das Leid ist unfassbar. Meine Gedanken sind bei Opfern und Angehörigen.“

Die Bürgermeister von Paris und Nizza, die in den vergangenen Jahren Tatort schwerer Terroranschläge waren, haben nach der Explosion in Manchester ihr Mitgefühl ausgedrückt. „Heute steht Paris an der Seite Manchesters“, schrieb die Bürgermeisterin der französischen Hauptstadt, Anne Hidalgo, auf Twitter. „Meine Gedanken sind bei den Opfern und ihren Familien.“ Der Rathauschef von Nizza, Christian Estrosi, erklärte in der Nacht zum Dienstag: „Solidarität mit den Einwohnern von #Manchester.“

In Nizza an der Côte d“Azur hatte ein Mann im vergangenen Juli 86 Menschen ermordet, als er am französischen Nationalfeiertag mit einem Lastwagen in eine Menschenmenge gerast war. In Paris und dem Vorort Saint-Denis hatten Islamisten in der Terrornacht vom 13. November 2015 130 Menschen umgebracht, einige Monate davor hatten bereits die Anschläge auf das Satiremagazin „Charlie Hebdo“ und einen jüdischen Supermarkt Frankreich erschüttert.

Nach dem Terroranschlag in Manchester setzt Frankreich „alle Mittel der Zusammenarbeit“ in Bewegung, um Großbritannien im Antiterrorkampf zu unterstützen. Das versicherte Präsident Emmanuel Macron der britischen Premierministerin Theresa May in einem rund zehnminütigen Telefonat, wie Élyséekreise am Dienstag berichteten.

Premierminister Philippe zog eine Parallele zu den Anschlägen der Pariser Terrornacht vom 13. November 2015, als der Konzertsaal „Bataclan“ ins Visier genommen wurde. „Angesichts dieses abscheulichen Verbrechens möchte ich den Bürgern von Manchester und dem britischen Volk meine Trauer, die Solidarität des französischen Volks und seine unerschütterliche Freundschaft sagen“, teilte Philippe mit. Er rief seine Mitbürger zur Wachsamkeit auf.

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