Ahlhorn/Großenkneten/Huntlosen - Unter einem ordentlichen Tagesordnungspunkt in der Sitzung des Planungs- und Umweltausschusses am 18. Februar soll die Großenkneter Gemeindeverwaltung über die Planungen und Zielsetzungen (zumindest der Niedersächsischen Landesregierung) zum Ausbau der Bahnstrecke berichten und zu diesem Zweck die erforderlichen Informationen anfordern. Das beantragen Carsten Grallert und Henrik Abeln (Gruppe Unabhängige).

Die Unabhängigen verweisen auf eine Stellungnahme der Hatter Bürgermeisterin Elke Szepanski, „zu einem im Raum stehenden Ausbau der Bahnstrecke Oldenburg-Osnabrück“. Demnach habe die Niedersächsische Landesregierung die Anmeldeliste für den Bundesverkehrswegeplan 2015 bis 2030 beschlossen und den Verkehrsplan Niedersachsen 2030 Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer übergeben, in dem demnach der Ausbau der Bahnstrecke Oldenburg-Osnabrück aufgenommen worden sein soll. Zielsetzung sei hierbei, die Ballungszentren Bremen, Hamburg und Hannover im Hinblick auf den Jade-Weser-Port weiter zu entlasten. Als Maßnahmen seien vor diesem Hintergrund für diese Bahnstrecke die Erhöhung der Kapazität, gegebenenfalls der (teilweise) zweigleisige Ausbau und eine Elektrifizierung benannt worden (NWZ  berichtete).

„Von einem Ausbau der Bahnstrecke und deren Folgen wären viele Einwohner (...) als ,Bahnanlieger’ unmittelbar betroffen. Aus diesem Grund, aber unter anderem auch aufgrund möglicher Auswirkungen auf den Straßenverkehr durch vermehrte/längere Schrankenschließzeiten ist es aus Sicht der Gruppe Unabhängige geboten, sich rechtzeitig über die Planungen zu einem stärkeren Güterverkehr auf dieser Bahnstrecke zu informieren, um dann (...) ebenso rechtzeitig die Einwohner umfassend zu informieren (...)“, so die Unabhängigen. „Diese für die Anlieger überraschenden Planungen stehen im Gegensatz zu den seinerzeit gemachten Aussagen der Verantwortlichen von Politik und DB AG“, stellt auch Peter Dobrunz, Vorsitzender des Vereins für Lebensqualität in Ahlhorn, angesichts der jüngsten Erkenntnisse aus Hatten fest. Der Verein bittet die „Spitzen der Gemeinde Großenkneten“ um Auskunft, in welchem Umfang sie bereits tätig geworden seien.

Kämmerer Horst Looschen sagte auf Nachfrage der NWZ , dass die Verwaltung den Kontakt zu den Nachbargemeinden suchen und Informationen einholen wolle. Looschen persönlich sieht das Thema nicht ganz so dramatisch, wie es derzeit in Hatten diskutiert wird. Selbstverständlich werde das Thema im Planungs- und Umweltausschuss auf die Tagesordnung kommen.

Klaus Derke
Klaus Derke Redaktion Hude