Köln - Wegen Vorbereitung eines Terroranschlags ist gegen einen jungen syrischen Flüchtling Anklage erhoben worden. Der 16-Jährige soll eine schwere staatsgefährdende Gewalttat vorbereitet haben, sagte Oberstaatsanwalt Ulf Willuhn am Montag. Im Falle einer Verurteilung des 16-Jährigen seien Strafen von Arbeitsstunden bis hin zu einer Jugendstrafe denkbar.

Der Jugendliche war mit seinen Eltern und seiner Schwester vor dem Krieg in Syrien geflohen und kam 2015 in eine Flüchtlingsunterkunft in Köln. Dort soll er sich binnen kurzer Zeit radikalisiert haben. Im September war er von einer Spezialeinheit festgenommen worden.

Die Polizei geht davon aus, dass er einen Sprengstoffanschlag plante. Von einem ausländischen Chatpartner mit Verbindungen zur Terrormiliz Islamischer Staat soll er „ganz konkrete Anweisungen“ zum Bau einer Bombe erhalten haben.