Wildeshausen - Wildeshausen muss ein weiteres Jahr ohne öffentlichen Grillplatz auskommen. Eine Mehrheit im Finanz- und Wirtschaftsausschuss hat den Antrag von SPD-Ratsherr Matthias Kluck, dem ehemaligen Vorsitzenden des Jugendparlaments, für 2017 zurückgewiesen, die 1800 Euro aber für 2018 zugesagt. Der Grund: Der Antrag von Kluck, der als Zuschuss fürs Jugendparlament gewertet wurde, sei zu spät eingegangen. Vereine und Institutionen müssen ihre Anträge bis Mitte Juni eines Jahres eingereicht haben.
2016 hatte der Stadtrat beschlossen, dass die Feuerstelle am Stockenkamp sowie die Fläche an der Skateranlage/Bolzplatz gemeinsam mit dem VfL Wittekind sowie dem Jugendparlament hergerichtet werden sollen. Bedingung: Das Jugendparlament muss ausreichend Sponsoringmittel zur Verfügung stellen. Bislang sind laut Kluck aber erst 700 Euro gesammelt worden.
CDU-Ratsherr Jens-Peter Hennken äußerte aus persönlichen Erfahrungen einige Bedenken zu solch einem öffentlichen Grillplatz. Welche Regel sollen dort gelten? Wer hält den Platz sauber? Wer überwacht den Platz? Nicht ohne Grund sei für die Burgwiese ein Alkoholverbot erlassen worden. Hennken fände eine mobile Grillstation besser, die bei Bedarf ausgeliehen werden könne und bei der die Verantwortung klar sei.
Rainer Kolloge (UWG) bezeichnete einen festen Platz als gut, weil dann klar sei, wo die Grillfans ihre Party feiern würden. Thomas Johannes möchte den Grillplatz realisieren, ohne ihn gleich mit zu vielen Regeln zu überfrachten.
