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Gesundheits-Check für Niedersachsen Oldenburger leiden selten unter koronarer Herzkrankheit

Schmerzen in der Brust? Möglicherweise erste Anzeichen für eine koronare Herzerkrankung.

Schmerzen in der Brust? Möglicherweise erste Anzeichen für eine koronare Herzerkrankung.

dpa/Kolbe

Hannover - Lebt es sich im Nordwesten am besten? In Oldenburg und im Ammerland leben statistisch die wenigsten Menschen in Niedersachsen mit einer koronaren Herzkrankheit (KHK). Das geht aus einer Analyse der Krankenkasse AOK hervor, die am Dienstag in Hannover veröffentlicht wurde. Danach leiden 450.000 Menschen in Niedersachsen an der KHK. Damit sei etwa jeder zwölfte Erwachsene ab 30 Jahren betroffen. Die Forscher des Wissenschaftlichen Instituts der AOK beleuchteten auch den Zusammenhang von KHK und den Lebensumständen der Patientinnen und Patienten. Die KHK kann im schlimmsten Fall zum Herzinfarkt führen.

Holzminden hinten

Im Ranking der 45 Kreise und kreisfreien Städte gibt es die meisten KHK-Patienten in Holzminden (11,3 Prozent), Hameln-Pyrmont, Salzgitter, Northeim, Uelzen und Goslar. Den geringsten Anteil der KHK-Erkrankten an allen Einwohnerinnen und Einwohnern ab 30 Jahren weist die Untersuchung für Oldenburg (6,3 Prozent) aus. In dünn besiedelten, ländlichen Regionen kommt die KHK mit 9,6 Prozent überdurchschnittlich häufig vor; in Großstädten liegt der Wert deutlich niedriger. Eine Rolle spiele dabei, dass in ländlichen Regionen mehr ältere Menschen mit einem höheren Erkrankungsrisiko leben. „Die Koronare Herzkrankheit ist eine sehr gefährliche Volkskrankheit“, sagte Niedersachsens AOK-Vorstandschef Dr. Jürgen Peter.

Der AOK-Gesundheitsatlas zeige zudem, dass materiell und sozial benachteiligte Menschen häufiger an einer KHK erkranken als Menschen mit hohem sozialen Status. So liege der KHK-Patientenanteil in ökonomisch und sozial besonders benachteiligten Regionen laut AOK bei 10 Prozent. In Regionen mit der besten materiellen und sozialen Ausgangssituation sind es nur 7,2 Prozent. Peter forderte daher höhere Präventionsanstrengungen.

Dokumentierte Diagnose

Für den Gesundheitsatlas wurde ein Hochrechnungsverfahren verwendet, so die Verfasser. In die Analyse einbezogen wurden Personen ab 30 Jahren mit einer ärztlich dokumentierten KHK-Diagnose oder einem für die KHK spezifischen Eingriff an den Herzkranzgefäßen. Basis waren die AOK-Abrechnungsdaten des Jahres 2020.

Stefan Idel
Stefan Idel Landespolitischer Korrespondent
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