Seit 15 Jahren leistet der Gedenkkreis Wehnen seine Arbeit ehrenamtlich und hat damit Licht in ein sehr dunkles Kapitel in der Geschichte des Oldenburger Landes gebracht. Längst sind nicht mehr alle dabei, die diese Arbeit einst begonnen haben. Dabei wird sie heute immer wichtiger, gerade wenn es darum geht, jungen Leuten einen Einblick zu geben – in die Geschichte der Opfer, aber auch in die Köpfe der Täter, die völlig überzeugt waren, das Richtige zu tun, als sie ihre Patienten bewusst dem Hungertod überantworteten.

Es ist bestimmt nicht leicht oder populär, sich gerade den Verbrechen zu stellen, die vor der eigenen Haustür geschehen sind, aber es ist richtig und wichtig. Zu wichtig, um eine kleine Gruppe von Ehrenamtlern mit dieser Aufgabe alleine zu lassen.

Gerade angesichts der unrühmlichen Forderungen nach einer „erinnerungspolitischen Wende“ sollten alle Verantwortlichen von Gemeinden, Kreisen und Stiftungen überlegen, ob es nicht doch eine Möglichkeit gibt, die Zukunft der Gedenkstätte auf Dauer zu sichern.