Bookholzberg - Tobias Turowski und Nils Lindemann vom Kommunalservice Nordwest müssen in diesen Tagen vor allem eins sein: schwindelfrei. In mehr als 30 Metern Höhe entfernten sie am Dienstagvormittag mit ihren Kettensägen die Äste einer Pappel an der Harmenhauser Straße, bevor der Baum ganz gefällt wurde. Ist ihnen da oben gar nicht mulmig zumute? „Nur die ersten fünf Minuten“, schmunzelt Lindemann.

Bis zum 14. Februar müssen beide noch mehrmals hoch hinaus. So lange dauern die Baumfällarbeiten an der Harmenhauser Straße zwischen der Einmündung in Höhe „Am Zollbaum“ und der Einmündung „Maiplacken“. Die Straße ist in dieser Zeit für den Kfz-Verkehr voll gesperrt, Fußgänger und Radfahrer können den Bereich passieren.

Und warum werden die Pappeln jetzt entfernt? „Sie stehen seit Jahrzehnten unter Beobachtung. In den vergangenen Jahren haben wir immer mal wieder einige gefällt. Sämtliche Pappeln in einem Jahr zu entfernen, ist finanziell nicht machbar“, erklärt Uwe Nordhausen, Geschäftsführer des Kommunalservices. Besorgte Eltern, deren Kinder den Weg zur Bushaltestelle zurücklegen müssen, hätten sich an ihn gewandt. „Die Pappeln haben ihr Lebensalter erreicht, bilden Totholz, das herabfällt.“ An der Harmenhauser Straße werden nun Linden und Eichen gepflanzt. Bis Mitte März werden noch weitere Baumfällaktionen folgen, so Nordhausen.