Die Stunde der Wahrheit rückt allmählich näher. Zwar sieht die neue Arbeitsmarktbilanz aus Nürnberg noch überraschend positiv aus. Doch dürften sich die Zahlen in den nächsten Monaten verschlechtern. Dann werden die Krise und ihre verheerenden Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt stärker sichtbar werden.
Die Politik mag sich mit der milliardenschweren Förderung der Kurzarbeit Zeit gekauft haben. So wird es ihr vielleicht gelingen, ständige Hiobsbotschaften in Wahlkampfzeiten zu vermeiden – mehr aber auch nicht. Das dicke Ende steht Deutschland womöglich noch bevor. Die Krise ist in immer mehr Unternehmen angekommen.
2010 könnte zum Jahr der schlechten Nachrichten werden. Harte Auseinandersetzungen zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften sind da programmiert.
Kommt es zu Entlassungen in größerem Ausmaß als bisher, müssen Arbeitsagenturen und Jobcenter vorbereitet sein. Gute und effiziente Arbeitsvermittlung und maßgeschneiderte Qualifizierung sind in einer solchen Krise das A und O.
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