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Arktischer Ozean enthält viele Bodenschätze

Marco Seng

FRAGE:

Herr Gaedicke, Sie sind von einer Expedition zu den Neusibirischen Inseln zurückgekehrt. Was haben Sie gefunden? Erdöl oder Erdgas?

GAEDICKE

: Wir haben nicht direkt nach Bodenschätzen gesucht. Wir haben als Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe und damit als Behörde der Bundesregierung kein ökonomisches Interesse an den Bodenschätzen, die dort vermutet werden oder liegen. Was uns interessiert, ist, ob wir grob abschätzen können, ob die prognostizierten Rohstoffe dort vorhanden sind. Manche gehen davon aus, dass 20 Prozent aller weltweiten Erdöl- und Erdgasvorkommen sich im Arktischen Ozean befinden. Um die Bundesregierung beraten zu können, müssen wir wissen, ob die Arktis ein ernst zu nehmendes Liefergebiet für Rohstoffe ist oder nicht. Um dafür verlässliche Zahlen zu bekommen, machen wir Forschungen im Vorlauf der Industrie.

FRAGE:

Das war sicher eine spannende Expedition?

GAEDICKE

: Geologisch war es hoch spannend. Das ist eigentlich das erste Mal, dass westliche Wissenschaftler in Kooperation mit russischen Wissenschaftlern auf die Neusibirischen Inseln gekommen sind. Daran haben wir viele Jahre gearbeitet. Wir waren mehr oder weniger paritätisch mit westlichen und russischen Wissenschaftlern auf dem Schiff.

FRAGE:

Wie lange braucht man zu den Inseln?

GAEDICKE

: Das dauert ungefähr eineinhalb Tage. Der Weg ist über Moskau nach Tiksi, eine kleine Stadt am Arktischen Ozean. Dort sind wir dann auf einen Eisbrecher gegangen, haben mit dem Schiff praktisch die Inseln umrundet und sind mit dem Helikopter auf die Inseln geflogen worden. Tagsüber haben wir dort gearbeitet, abends ging es zurück aufs Schiff.

FRAGE:

Gibt es schon Ergebnisse?

GAEDICKE

: Nein, wir können noch keine Zahlen sagen. Wir haben Proben genommen von den möglichen Muttergesteinen, um untersuchen zu können, ob die geologischen Voraussetzungen für Erdöl und Erdgas überhaupt da sind.

FRAGE:

Welche Auswirkungen haben ihre möglichen Funde für Deutschland?

GAEDICKE

: Jede interessierte Firma kann zu uns kommen, und wir können unsere Daten und Erkenntnisse mitteilen. Wir können jetzt schon sagen, dass der neusibirische Teil der Arktis eine ganz andere geologische Entwicklung gemacht hat als der kanadische. Das war für uns neu.
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