Bagdad/Amerli - Nach zweimonatiger Belagerung durch die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) ist die irakische Armee mit Unterstützung kurdischer Kämpfer in die Stadt Amerli im Nordirak vorgedrungen. Die vornehmlich von Turkmenen bewohnte Stadt sei am Sonntag aus dem Griff der Terroristen befreit worden . Auch acht Dörfer in der Umgebung seien zurückerobert worden , gab der irakische Minister Jassem Hamad bekannt. Dabei wurden mindestens 100 IS-Kämpfer getötet.

Die Kleinstadt rund 150 Kilometer nördlich von Bagdad gilt als wichtiger Knotenpunkt zwischen Bagdad und Kirkuk. Die UN hatten kürzlich gewarnt, in Amerli drohe ein Massaker der sunnitischen IS-Kämpfer an der überwiegend schiitischen Bevölkerung.