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NWZonline.de Nachrichten Politik

Arzt-Aufgaben werden delegiert

22.08.2016

Berlin Medizinisch-technische Assistenten (MTA) übernehmen in Deutschland nach Informationen unserer Berliner Redaktion in erheblichem Ausmaß ärztliche Aufgaben. Das geht aus einer Untersuchung für das Bundesforschungsministerium zur Arbeit von medizinisch-technischen Radiologieassistenten hervor.

Demnach führt ein „nicht unerheblicher Teil der befragten Berufsangehörigen“ auch nicht delegierbare ärztliche Aufgaben wie Röntgendurchleuchtungen oder die Aufklärung über Risiken und Nebenwirkungen von Kontrastmitteln durch.

In der Antwort auf eine entsprechende Anfrage der Linken-Bundestagsfraktion erklärt das Bundesgesundheitsministerium nun jedoch, der Bundesregierung würden keine Erkenntnisse zur Delegation ärztlicher Aufgaben an medizinisch-technische Assistenten vorliegen. Das Ministerium sieht jedoch Reformbedarf bei der Ausbildung: „Die Bundesregierung strebt eine Anpassung an die modernen Anforderungen entsprechend der Weiterentwicklung des Berufs an.“ Letztmals waren die Bestimmungen für die Ausbildung 1993 aktualisiert worden. Einen konkreten Zeitplan für eine Reform gebe es nicht, so das Bundesgesundheitsministerium. Im Schuljahr 2014/2015 machten 7037 Schülerinnen und 1548 Schüler eine Ausbildung zu medizinisch-technischen Assistenten. „Die Bundesregierung hat die Aktualisierung der Ausbildung im Bereich der MTA vollständig verschlafen. Sie gefährdet damit täglich in gravierendem Maße die Sicherheit von Patientinnen und Patienten“, sagte Linken-Expertin Birgit Wöllert am Sonntag unserer Berliner Redaktion. „Es besteht unmittelbarer Handlungsbedarf.“