Bösel - Reinhold Gehlenborg ist neuer Beauftragter für Menschen mit Behinderungen in der Gemeinde Bösel. Stellvertreterin ist Kerstin Timmermann. Bürgermeister Hermann Block hat die beiden Böseler in der Ratssitzung am Montagabend förmlich bestellt und über ihre Pflichten belehrt. Zuvor hatten sich die Gemeinderatsmitglieder ebenfalls einstimmig für die Benennung ausgesprochen.

Der Behindertenbeauftragte wird im Fachausschuss für Jugend, Kultur, Sport und Familie mit beratender Stimme sitzen. In den übrigen Fachausschüssen kann der Beauftragte je nach Themenstellung dazukommen. Auf Anregung von Bernd Roder (Bündnis Bösel) soll der Behindertenbeauftragte zu allen Sitzungen eingeladen werden, er selbst solle beurteilen, welche Punkte relevant sein könnten.

Reinhold Gehlenborg (58) war auf einer Informationsveranstaltung im Gasthof Sommer von den Anwesenden einstimmig vorgeschlagen worden.

Gehlenborg (58) ist verheiratet und hat zwei Kinder, eines davon mit einer Behinderung. Ihm gehe es darum, „Barrierefreiheit nicht nur im Gelände, sondern auch in den Köpfen“ herzustellen, sagte Gehlenborg gegenüber der NWZ . Er gehe mit „vorsichtigem, aber größtmöglichem Optimismus“ an die Sache heran und wolle in Bösel etwas bewirken, um Menschen mit Behinderungen das Leben in Bösel leichter zu machen. Kerstin Timmermann (37) ist Hausfrau und Mutter von drei Kindern, von denen ebenfalls eines eine Behinderung hat. Sie sei gespannt auf das Amt, sagte sie.

Geplant ist, dass ein Raum im Rathaus für Sprechstunden eingerichtet wird. In welchem Rhythmus diese stattfinden sollen, wird noch beraten. Die wichtigste Aufgabe des Behindertenbeauftragten ist die Beratung von behinderten Menschen und der Kommune sowie die Koordinierung der Zusammenarbeit mit den Selbsthilfegruppen.

Reiner Kramer
Reiner Kramer Redaktion Münsterland (Stv. Leitung Cloppenburg/Friesoythe)