Oldenburg - Auf gepackten Koffern sitzt der Stadtjugendring noch nicht. Aber auf vielen Fragen. Wie geht es weiter – und vor allem wo – wenn der jetzige Standort an der Alexanderstraße/Ecke von-Finckh-Straße abgerissen wird?
Das wollten am Mittwoch auch die Mitglieder des Jugendhilfeausschusses wissen. Einige von ihnen wurden bereits am 24. Februar in die Pläne der Stadtverwaltung eingeweiht. Zu dem schon im Vorfeld oft angeeckten runden Tisch waren Vertreter aller Fraktionen und die Hauptbetroffenen – VHS-Jugendwerkstatt, Fachdienst für Jugend und Familie, Stadtjugendring als jetzige Gebäudenutzer – eingeladen. Für die beiden Letzteren wurde auch gleich eine Besichtigung des möglichen, neuen Standorts arrangiert: Am Artillerieweg 29 ist die Verwaltung auf einen 450 Quadratmeter großen Klinkerbau gestoßen.
Das ehemalige Dekra-Gebäude ist zwar von viel Grünfläche umgeben, die Raum für wunschgemäße Gestaltung der Mitgliedsvereine des Stadtjugendrings bietet, für die Küche der VHS allerdings, ist kein Platz. Gerade das sei doch ein wichtiger Bestandteil des Gesamtkonzeptes der Gemeinschaft, wurde im Ausschuss bemängelt. „Wir finden kein Gebäude für alle“, verkürzte die Verwaltung aufkeimende Kritik.
Ohnehin läge die Entscheidung beim Stadtjugendring, ob der Vorschlag ein guter sei. Das soll nun bei Ortsbegehungen, genauerer Prüfung der baulichen Unterlagen und Teambesprechungen geklärt werden, sagt Simon Kurka. Für den Vorsitzenden des Stadtjugendrings ist der Umzug noch lang nicht beschlossen. Derzeit mangelt es allerdings an Alternativen. Die Stadtverwaltung suche eben langfristige Lösungen – der Artillerieweg sei eine, sagt Sozialdezernentin Dagmar Sachse, hier könne man weitere Schritte planen, wenn gewünscht.
Gerne hören wollten etliche Ausschussvertreter lieber, was denn nun mit dem alten Gebäude werde und warum genau sich die Sanierung nicht lohne, Zahlen wären ja nie vorgelegt worden. Derartige Diskussionen sollen allerdings im Bauausschuss geführt werden. Punkt. Bei aller Unklarheit steht für SPD-Mitglied Heinz Backhaus schon eines fest: „An der von-Finckh-Straße werden wir neue Kita- und Krippengruppen bauen. Alles andere wäre doch verrückt.“
