Hude - Um die Vergabe von Architektenaufträgen durch die Gemeinde Hude hat es in den vergangenen Jahren immer wieder Diskussionen in der Politik gegeben.
Der neue Bürgermeister Holger Lebedinzew hatte deshalb dieses Mal für die Vergabe des Planungsauftrags der Entwurfsplanung für die Umsiedlung der katholischen Grundschule an die Grundschule Hude-Süd einen neuen Weg gewählt: Vier Büros wurden laut Lebedinzew vorab eingeladen, um ihre Vorstellungen zu erläutern.
Der Verwaltungsausschuss habe sich danach für die Vergabe des Auftrags an die Planungsgemeinschaft Dunkler/Gronwald entschieden, berichtete Lebedinzew im Gemeinderat am Donnerstag, als es um die Auftragsvergabe ging.
SPD-Fraktionschef Heiko Aschenbeck bezeichnete diese Vorgehensweise als „aus unserer Sicht sehr fragwürdig“. Für die SPD forderte er, künftig noch mal zu schauen, „wie wir damit umgehen“.
Bernhard Wolff (CDU) lobte hingegen die Huder Verwaltung für den Mut, diesen neuen Weg zu gehen. „Das war für die Ratsmitglieder transparent“, betonte Wolff. Sein Fraktionskollege Friedrich Schnabel pflichtete ihm bei: Es sei genau richtig, vorab die verschiedenen Büros und ihre Gedanken zu einem Projekt kennenzulernen. „Wir haben hier ein gutes Verfahren gewählt, und das soll auch in Zukunft so sein“, erklärte Schnabel. Ralf Schepker (SPD) wiederum forderte, noch einmal über das Vergabeverfahren zu diskutieren und dazu auch Vertreter der Architektenkammer einzuladen.
Der Beschluss, den Auftrag an die Planer Dunkler-Gronwald/Wiechmann aus Hude zu vergeben (NWZ berichtete bereits), fiel mehrheitlich – bei sieben Enthaltungen aus den Reihen der SPD-Fraktion.
