Oldenburg - Als einen brenzligen Verkehrsknoten haben mehrere NWZ -Leser die so genannte „Gertrudenspinne“ erkannt. An der Kreuzung Nadorster Straße/Alexanderstraße/Heiligengeiststraße und der Einmündung der Lindenstraße herrsche täglich „blankes Verkehrschaos“ unter Radfahrern, hat Lutz Schnadwinkel beobachtet. „Im Schnittpunkt der jeweiligen Richtungen kreuzen alle Radfahrer und auch Fußgänger umeinander herum“, so Schnadwinkel. Aus Richtung Wochenmarkt kommt erlaubter Gegenverkehr hinzu – „dann wird Chaos noch komplexer.“ Jeder fahre nach dem Motto: „Augen zu und durch!“ Nach Schnadwinkels Beobachtungen werden auch die aufgemalten Richtungspfeile missachtet. Aus Sicht des pensionierten Polizisten sind bauliche Veränderungen unerlässlich.
Auch Michael Reins mahnt hier dringenden Handlungsbedarf an. Die Ampelanlage zeige für Radfahrer und Fußgänger in alle Richtungen gleichzeitig Grün an. Er hat bereits an den Fachbereich Verkehrslenkung der Stadtverwaltung geschrieben – ohne Erfolg. Dabei wäre die Situation aus seiner Sicht ohne großen Aufwand lösbar, indem die Lichtzeichen für Radfahrer und Fußgänger anders geschaltet werden.
Zumal es in der jüngeren Vergangenheit einen Unfall mit fatalen Folgen gegeben hat, wie Renate Haase der NWZ berichtet: Ihr Mann sei am 21. Dezember 2013 mit dem Rad vom Wochenmarkt in Richtung Nadorster Straße unterwegs gewesen und an der Einmündung zur Nelkenstraße von einem Auto angefahren worden. Wenig später sei er in der Notaufnahme an einem Herzinfarkt gestorben. Renate Haase warnt nun eindringlich vor dieser Gefahrenstelle.
