Seit mehr als zwei Jahrzehnten kämpft Aung San Suu Kyi gegen das brutale Militärregime in ihrer Heimat Birma. Die Herrschaft der Generäle hat sie nicht brechen können in dieser Zeit, doch ungebrochen ist auch der eiserne Wille der zierlichen Frau, die am Sonnabend 65 Jahre alt wurde. Sie bleibt für Millionen Menschen in ihrer Heimat eine Hoffnungsträgerin, und die Welt bewundert sie für ihren Opfermut. 14 der vergangenen 20 Jahre verbrachte sie in fast vollständiger Isolation unter Hausarrest.

Suu Kyi ist die Tochter des birmanischen Unabhängigkeitshelden Aung San, der 1947 ermordet wurde, als sie noch ein kleines Kind war. Sie wuchs in Indien und Nepal auf, studierte später Politik, Philosophie und Wirtschaft in Oxford. Im Jahre 1991 erhielt Suu Kyi den Friedensnobelpreis, mit dem das Komitee ihren gewaltlosen Einsatz für ein Ende der Militärdiktatur in Birma würdigte.