Butjadingen - Die Sache hätte einfach durchgewunken werden können, und vermutlich hatte die Gemeindeverwaltung das auch erwartet. Doch dann kam alles ganz anders. Der Gemeinderatsausschuss für Familie, Jugend, Sport und Kultur hatte während seiner jüngsten Sitzung darüber zu entscheiden, ob die Sportvereine in dem Gremium künftig mit einem beratenden Mitglied vertreten sein sollen. Das Ansinnen wurde einstimmig abgelehnt.
Nach Mitteilung der Verwaltung hatten die Butjadinger Sportvereine wie auch der Kreissportbund Wesermarsch den Wunsch geäußert, ein beratendes Mitglied in den Fachausschuss zu entsenden. Es sei auch schon eine geeignete Person ausgeguckt, teilte Hauptamtschef Joachim Wulf mit – nämlich Hilke Schultze, die in der TSG Burhave wie auch im Kreissportbund aktiv ist. Die Beschlussempfehlung der Verwaltung lautete, dem Wunsch der Sportvereine stattzugeben und den Ausschuss um einen beratenden Sitz zu erweitern.
Doch der Empfehlung folgte der Ausschuss nicht. „Ich halte die Sache für völlig überflüssig“, redete FDP-Ratsherr Jannes Bergsma Klartext. Wer zu einer Ausschusssitzung etwas Konstruktives beizutragen habe, könne das jederzeit tun. In Butjadingen sei das gute Tradition, und die gelte natürlich auch für die Sportvereine. Zudem, so Jannes Bergsma, wisse er von zwei Vereinen, die Hilke Schultze nicht unterstützten. Dem widersprach Joachim Wulf – es gebe seitens der Vereine gegen Hilke Schultze keinerlei Vorbehalte, sagte er.
Doch das ändere nichts an der Haltung des Fachausschusses. „Ich bemühe mich verzweifelt darum, einen Sinn in dieser Angelegenheit zu sehen“, bemerkte Lambertus Poll. Der Unabhängigen-Ratsherr vermutete, dass es einzig darum gehe, dem Kreissportbund mehr Einfluss zu verschaffen.
