B - BERLIN/DPA - Gut vier Monate dauerte ihr Einsatz zur Absicherung der Wahlen im Kongo – wie versprochen pünktlich zum Weihnachtsfest waren alle 780 deutschen Soldaten wieder bei ihren Familien.
„Oftmals haben Sie Ihren Dienst unter beschwerlichen Lebensbedingungen geleistet, und einige von Ihnen waren ganz konkreten persönlichen Gefährdungen ausgesetzt“, erklärte Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) in seinem „Tagesbefehl für den Jahreswechsel 2006/2007“ mit Blick auf die Bilanz der Bundeswehr im In- und Ausland.
Die deutschen Kongo-Soldaten hatten sich an einer Mission der EU zur Absicherung der ersten freien Wahlen seit mehr als 40 Jahren in dem westafrikanischen Krisenland beteiligt.
Das EU-Mandat lief am 30. November aus. 2400 europäische Soldaten machten einen sicheren Ablauf des Wahlprozesses möglich.
Eufor-Befehlshaber Karlheinz Viereck zeigte sich erleichtert, dass fast alle EU-Soldaten aus dem Kongo zu Weihnachten wieder zu Hause sind. „Das ist ein sagenhaftes Gefühl“, sagte er. Als Lehre aus dem EU-Einsatz wünscht sich Viereck eine bessere Koordination der praktischen militärischen Zusammenarbeit. „Wir müssen uns einigen, wer welchen Schwerpunkt übernehmen soll, damit wir uns nicht jedes Mal neu finden müssen.“ Als Lehre für die Bundeswehr nannte Viereck, dass die Soldaten noch bessere Sprachkenntnisse brauchen.
Der Führer des deutschen Kontingents, Flottillenadmiral Henning Bess, äußerte sich zuversichtlich: Es werde auch nach dem Abzug im Kongo ruhig bleiben.
