Bad Zwischenahn - 20  000 Euro zusätzlich will die Gemeinde in Zukunft pro Jahr in die Hand nehmen, um die insgesamt 67 öffentlichen Spielplätze nach und nach aufzurüsten – zunächst vor allem die, die gut genutzt werden. Die Fraktion der Grünen hatte die zusätzlichen Mittel beantragt und zudem vorgeschlagen, künftig im Ausschuss für Jugend, Familie und Soziales entscheiden zu lassen, wo und wie die Mittel eingesetzt werden. Der hat sich in seiner jüngsten Sitzung mit den Vorschlägen der Gemeinde beschäftigt.

Zunächst, so hat es die Verwaltung vorgeschlagen, sollen im kommenden Jahr für die Spielplätze am Salbeiweg in Rostrup und am Lohmanns Kamp in Ofen neue Geräte besorgt werden. Welche das sein könnten und wie die Spielplätze über neue Geräte hinaus attraktiver werden könnten, stellte Thomas Schurer für die Gemeindeverwaltung vor.

In Dreibergen und bei der DLRG-Station in Rostrup will die Gemeinde erste Erfahrungen mit mehr unterschiedlichen Geräten sammeln. Die Grünen hatten in ihrem Antrag moniert, die Spielplätze in der Gemeinde seien zu gleichförmig – überall gebe es mehr oder weniger dieselben Geräte. Bereits sehr gut genutzt werde, so Schurer, ein Gerät in Dreibergen, auf dem die Kinder auf Holzsprossen zwischen zwei Wänden klettern und balancieren können. Auch eine Seilbahn wird dort gerade installiert, zudem werden verschiedene kleine Hügel angelegt.

Weitere neue Geräte wie eine Slackline – eine zwischen Bäumen gespannte Leine zum balancieren – werden in Rostrup getestet. Schurer machte auch deutlich – angesichts der Sicherheitsvorschriften, die eine Gemeinde bei ihren Spielplätzen einhalten müsse, seien kaum mehr als zwei Spielgeräte für die jährliche Summe von 20 000 Euro zu bekommen.

Billiger seien auch sogenannten Naturnahe Spielplätze, wie sie Michael Cordes (FDP) in der Sitzung vorschlug nicht zu machen. Im Gegenteil – wirkliche Abenteuerspielplätze seien sogar mit einer ständigen Aufsicht verbunden. Henning Dierks (SPD), wendete sich gegen eine Vorschlag aus dem Ausschuss, zugunsten besonderer Geräte auf Standards wie Schaukeln zu verzichten. Aus eigener Erfahrung wisse er, dass Gerade Schaukeln nach wie vor Dauerbrenner seien.

Frank Martin schlug vor, jeweils mit Eltern, Schulen und Kindergärten in der Nähe zu sprechen. Bei bestimmten Arbeiten könnten zudem die Ortsbürgervereine eingebunden werden, zum Beispiel wenn es, wie gerade in Dreibergen darum gehe, Hügel anzulegen oder die Spielplätze auf andere Weise zu modellieren.

Christian Quapp
Christian Quapp Team Nord (Leitung)