BAD ZWISCHENAHN - Die Rollende Redaktion der NWZ wird gern als Kummerkasten genutzt. Bürger kommen mit ihren Sorgen und Nöten vorbei, aber auch, um Positives zu melden, das ihnen in der Gemeinde begegnet ist. So auch diesmal, als NWZ -Redakteur Otto Renken einmal mehr auf dem Zwischenahner Marktplatz Station machte.
Gudrun Bünting und Jürgen Krohn engagieren sich für die Interessengemeinschaft Lange Straße („InGe Lange“). Als es ihnen kürzlich gelungen war, mit Hilfe der Gemeinde Parkstreifen beim Badepark als Busparkplätze ausweisen zu können, herrschte Freude. Doch trotz entsprechender Ausschilderung werden immer noch Pkw auf den Busstreifen geparkt. „Auch die Lange Straße braucht die Tagestouristen, die mit dem Bus kommen“, so Jürgen Krohn und appelliert an die Pkw-Fahrer, auf benachbarte Stellplätze auszuweichen. „InGe Lange“ feiert übrigens am kommenden Wochenende ein buntes Straßenfest: im Mittelpunkt steht u.a. eine Telefonzelle auf dem Kaiser-Wilhelm-Platz, die ein Geheimnis in sich birgt.
Weitere Verbesserungen für den Radfahrverkehr im Ort wünscht sich Rolf Görisch. Bei Radreisen – zuletzt sei er gerade den Ruhr-Radweg gefahren – habe er vorbildliche Beschilderungen und Radwege erlebt. Davon sei Bad Zwischenahn noch weit entfernt. So seien hier die weißen Radlerpiktogramme z.T. falsch auf der Fahrbahn angebracht. Außerdem fordert Görisch eine verstärkte Präsenz von Fahrradstreifen der Polizei.
Eine Einladung überbrachte Dieter Hauken, stellvertretender Vorsitzender des Heimatvereins: Im Jahr 2010 – 11. bis 13. Juni – wird das 100-jährige Bestehen des Heimatmuseums Ammerländer Bauernhaus gefeiert.
Mit drei Fragen kam Angela Franke aus Rostrup bei der Rollenden Redaktion vorbei: Warum beginnt die Algenblüte von Jahr zu Jahr früher im Zwischenahner Meer? Dieses Jahr sei das Meerwasser schon im April grün gewesen. Und warum gibt es keine Schwäne mehr auf dem See? Und ihre Frage „Warum wird eine Pflanze Teufelskralle am Kirchweg am Waldrand Hösjekamp/Meyerhausen Jahr für Jahr abgemäht?“ verband sie mit dem Wunsch, dass bei den Mäheinsätzen im Frühjahr vielleicht etwas mehr auf den Erhalt besonderer Pflanzen geachtet werde.
„De Radweg övern Ekerner Esch kunn woll ’n bäten bäter wähn“, meinte Ernst Ripken aus Ekern. Ärgern kann sich Frauke Stahlfeld über die jüngste Abholzaktion am Rotdornweg. Seitdem liege das Grundstück voll Gestrüpp und gefällter Bäume. Und sie appelliert an die zuständigen Stellen, dafür Sorge zu tragen, dass die restlichen noch stehenden „schönen Linden“ nicht auch noch abgeholzt werden. Sarkasmus klingt durch wenn sie sagt: „Ich wollte eigentlich der Gemeinde gratulieren, dass sie es bald geschafft hat, dass auch das letzte alte Haus im Ortskern beseitigt ist“. Anlass war für sie der jüngste Abriss eines Gebäudes an der Peterstraße. Sie fordert mehr Schutz für historische Bauten im Ort. Und dann gab’s Besuch von einem Politiker: Dieter Zarger, Petersfehn, der weiß, dass es sich in der Gemeinde Zwischenahn gut leben lässt, stellte gleich sein
Programm für die Partei der Rentnerinnen und Rentner vor, für die er im Herbst bei der Bundestagswahl kandidieren wird (wird fortgesetzt).
