Bad Zwischenahn - Er hat Tradition erlangt, der alljährliche Neujahrsempfang der CDU Bad Zwischenahn im Januar. Geehrt werden dabei auch Ehrenamtliche der Gemeinde – in diesem Jahr waren es über 100 Menschen. „Ohne Sie wäre unsere Gemeinde aufgeschmissen und nicht lebens- und liebenswert“, betonte in seiner Begrüßungsansprache Stefan Pfeiffer, seit 2015 Vorsitzender der CDU Bad Zwischenahn. Der Busunternehmer engagiert sich auch in zahlreichen Vereinen.

Zu Wort kam anschließend zunächst der Petersfehner Reinhard Kropp, seit 2000 ehrenamtlich tätiger Schiedsmann der Gemeinde. Im Beisein seiner Mitstreiterin Edda zur Brügge, der im Mai 2013 vom Gemeinderat der Schiedsamtsbezirk I in der Gemeinde übertragen wurde, erläuterte er die Aufgaben des Schiedsamtes. Schlichten sei immer besser, als richten, sich vertragen sei besser als klagen. „Wir versuchen stets, gütliche Einigungen herbeizuführen.“ Kropp war zehn Jahre Schöffe am Landgericht Oldenburg und fünf Jahre ehrenamtlicher Richter am Verwaltungsgericht Oldenburg. Über 40 Fälle bearbeiteten Kropp und zur Brügge im letzten Jahr.

Sorgen hat der im Jahr 1893 gegründete Zwischenahner Segelclub (ZSK). Wilfried Schomäker, seit 12 Jahren der Vorsitzende, machte deutlich, dass Vereine, Verbände und Organisationen es aufgrund wachsender Bürokratie seltener gelinge, Ehrenamtliche zu finden. „155 Wasserliegeplätze, 60 Landliegeplätze und 460 Mitglieder, davon 80 Kinder und Jugendliche zu verwalten und zu betreuen, ist für den ausschließlich ehrenamtlich tätigen Vorstand eine Herausforderung“, betonte Schomäker. Das größte Problem sei aber die Versandung des Meeres, die dazu führe, dass nur noch Boote mit einem Tiefgang von einem Meter eingesetzt werden können. Das betreffe auch die Jugendherberge am Schirrmannweg.

Pfeiffer, zugleich Aufsichtsratsvorsitzender der Bad Zwischenahner Touristik GmbH und Maria Bruns, Fraktionsvorsitzende der CDU im Bad Zwischenahner Gemeinderat und Ammerländer Kreistag und der 2. stellvertretende Bürgermeister, Dr. Frank Martin, sicherten zu, für dieses Problem unverzüglich mit dem örtlichen Landtagsabgeordneten Jens Nacke und dem Bundestagsabgeordneten Stephan Albani Lösungsmöglichkeiten zu suchen.