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Verkaufen oder behalten – das sagen die Parteien

Bad Zwischenahn - Bezeichnend für die Brisanz der Diskussion über den Wasserturm ist die Tatsache, dass sich die Parteien im Rat noch vor der Beratung öffentlich zu ihrer Haltung äußern. Ein Überblick.

Die CDU

Mehrheitlich – aber offenbar nicht einstimmig spricht sich die CDU für das Konzept von Aschenbeck und Aschenbeck aus. Das Konzept mit Hotelbetten und Gastronomie und die erwartete Stärkung des Tourismus überzeugen die Union. Durch den Bau werde ein Highlight für Bad Zwischenahn entstehen. Einig ist sich die CDU darin, dass die Gemeinde die Kosten für die Sanierung nicht tragen könne.

Die FDP

Die Bad Zwischenahner Liberalen plädieren für den Verkauf. „Die Diskussion darüber, ob die Gemeinde den Wasserturm in Eigenregie weiterbetreiben soll, halten wir aus finanziellen Erwägungen für nicht sinnvoll, da diese Diskussion bereits vor Jahren geführt und verworfen wurde“, so die FDP. Den Entwurf der Firma Aschenbeck und Aschenbeck begrüßt die FDP als modern, touristisch ausgerichtet und als „Leuchtturm für die Gemeinde. Eine Begrünung der Fassade halten die Liberalen für sinnvoll.

Die SPD

Eine gänzlich andere Haltung vertritt die SPD. Nach Abwägung der Vor- und Nachteile aller Entwürfe, so die Sozialdemokraten, seien sie zu dem Schluss gekommen, dass keiner der Entwürfe geeignet sei. Bei dem Aschenbeck-Entwurf bemängelt die SPD vor allem die massive Bebauung, durch die der Park rund um den Wasserturm vollständig verloren gehe. Auch der Einfluss auf das Ortsbild, vor allem bei Dunkelheit, wenn das Gebäude erleuchtet ist, schreckt die Sozialdemokraten.

Ihr Vorschlag: Die Gemeinde soll den Wasserturm und das Areal erhalten und zu einem späteren Zeitpunkt auf eigene Kosten sanieren – unter Umständen unter Nutzung von Fördergeldern. Ein Umbau und eine moderate touristische Nutzung sei ebenfalls denkbar. Vor allem der Park um den Turm solle dauerhaft für die Öffentlichkeit erhalten bleiben, finden die Sozialdemokraten.

Die Grünen

So sehen es auch die Grünen. „Unser Fokus war es, den Wasserturm zu erhalten und zu sanieren und für die Bürger öffentlich zu erhalten“, heißt es aus der Fraktion. Nach Ansicht der Grünen spiele der Erhalt des Wasserturms aber bei allen Entwürfen eine untergeordnete Rolle. Auch der Erhalt des Parks als „grüne Insel“ sei der Fraktion wichtig.

Die Linke/ÖDP

Den Turm und das Gelände auch für zukünftige Generationen in öffentlicher Hand zu behalten – dafür spricht sich auch die Gruppe Die Linke/ÖDP aus. Massive Bebauung und Bewirtschaftung werde neuen Verkehr im Ort produzieren, den die Gemeinde gerade durch ein Verkehrskonzept zu beruhigen versuche.

Die Zwischenahner

Uneinig sind sich bisher noch Die Zwischenahner. Die Gemeinde könne die Sanierung nicht allein finanzieren, so Diethard Dehnert. Er sei aber auch nicht begeistert von einer Nutzung, die massiv Verkehr in den Ort bringen werde. Zwischenahner-Mitglied Jan Hullmann kann sich dagegen mit dem Entwurf von Aschenbeck und Aschenbeck anfreunden.

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