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Tiere Badestrand für Aimee und Co.

Jens Milde

Blexersande - Labradorhündin Aimee und einige andere Artgenossen haben ihn schon ausprobiert. Und die Vierbeiner waren schlichtweg aus dem Häuschen. Seit Sonnabend gibt es in Nordenham einen Hundestrand. Er befindet sich dort, wo Hunde seit vergangenem Jahr frei laufen dürfen: im Seenpark III in Blexersande.

Die Idee, einen solchen Hundestrand zu schaffen, kommt von Thomas Henkenjohann, der sich schon seit vielen Jahren für die Interessen von Hundehaltern einsetzt. Er fand einen ganze Reihe von Mitstreitern – unter anderem halfen Mitglieder des Tiersuchdienstes Wesermarsch. Zwei Geschäftsleute sponsorten das Vorhaben. Außerdem krempelte der Landwirt Carsten Hullmann die Ärmel hoch. Mit dem Trecker fuhr er die 18 Kubikmeter Sand an ihren Bestimmungsort. Etwa ein Dutzend Helfer verteilten den Sand mit Schippen und Harken. Kurz vor Mittag konnten sie ihr Werk bestaunen und zusehen, wie die ersten Vierbeiner den Strand eroberten.

Konflikte beilegen

Für Thomas Henkenjohann geht es natürlich darum, dem Bedürfnis der Hunde nachzukommen. Es gehe aber auch darum, das Zusammenleben von Hund und Mensch zu verbessern. Im Seenpark habe es immer wieder Konflikte gegeben zwischen Hundehaltern und Spaziergängern. Diese sind auch seit Einrichtung der Freilaufzone im Seenpark III nicht ganz vom Tisch.

Nach den Worten von Thomas Henkenjohann lassen einige Hundehalter ihre Vierbeiner dort frei laufen, wo es nicht erlaubt ist, nämlich im Seenpark I. Auch im Friedeburgpark, wo ebenfalls Leinenzwang gilt, habe es solche Fälle gegeben. „Das ist nicht gut für die Akzeptanz der Hundehalter“, sagt Thomas Henkenjohann. Im Seenpark III wollen er und seine Mitstreiter den Hundehaltern einen Badestelle für ihre Lieblinge anbieten, damit sich Mensch und Tier am Strand im Seenpark I nicht ins Gehege kommen. Er wolle verhindern, dass das Freilaufgebiet im Seenpark III wieder in Frage gestellt wird.

Zu den Hundefreunden, die am Sonnabend den Sand verteilten und vier Findlinge aufstellten, gehörte auch Silvia Kerney vom Tiersuchdienst Wesermarsch. Sie weist darauf hin, dass der Strandbereich im Seenpark III Hunden und ihren Haltern vorbehalten ist. „Auch wenn der Strand vielleicht zu einem Familienpicknick einlädt. Dafür ist er nicht gedacht.“

Hecke als Abgrenzung

Thomas Henkenjohann würde gerne noch ein weiteres Problem angehen. Bisher gibt es keine Barriere, die das Freilaufgebiet im Seenpark von der Bundesstraße abgrenzt. Einen Zaun lehnt er ab. Er plädiert dafür, mit dem Grünschnitt, der im Seenpark anfällt, eine Totholzhecke als Abgrenzung zu schaffen. Den Bau dieser Hecke würden die Hundehalter übernehmen.

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