Dötlingen - Die Zielsetzung ist eindeutig: Der Wald soll auch künftig das Wohngebiet in Dötlingen beidseits des Badbergswegs, zwischen Drosselweg, Fuhrenkamp und Mühlenweg, prägen. Einige Kahlschläge der jüngeren Zeit sollen sich nicht mehr wiederholen. Doch der Weg dorthin könnte ein schwieriger sein, wie die Beratung des Planentwurfs am Donnerstagabend im Dötlinger Bau-, Straßen- und Verkehrsausschuss zeigte. Mitunter scheint die Gefahr zu drohen, dass man den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen könnte. Kritische Fragen kamen aus dem Kreis einiger Anlieger, so zu den oft sehr detaillierten Vorgaben des künftigen Bebauungsplans Nr. 8a „Badbergsand“. Auch die Ausschussmitglieder machten keinen Hehl daraus, dass noch so mancher Punkt in den kommenden Wochen überdacht werden müsse, so die Frage der Mindestgröße der Grundstücke.

Letztlich empfahl der Ausschuss einmütig, den Planentwurf zur Kenntnis zu nehmen und nach der Sommerpause in die öffentliche Auslegung zu geben. Dann können sich die Bürger und die Träger öffentlicher Belange zum Plan äußern.

Planer Hans Meyer schilderte eingangs die Gemengelage, die künftig klar geregelt werden soll. Gleich drei Satzungen gilt es derzeit im südöstlichen Bereich des Dorfes anzuwenden: der alte Bebauungsplan Nr. 8 aus dem Jahr 1965 mit sehr wenigen Festsetzungen, die Abrundungssatzung aus den neunziger Jahren (mit der Vorgabe, dass die Grundstücke in diesem Gebiet mindestens 1500 Quadratmeter groß sein müssen) und die Satzung von 2000 über örtliche Bauvorschriften mit detaillierten Vorgaben.

„Der Gedanke ist: Wir führen alles zusammen“, so der Planer. Es bleibe beim allgemeinen Wohngebiet mit einem Vollgeschoss und einer Grundflächenzahl von 0,2 (maximal 20 Prozent bebaut) und offener Bauweise. Nur Einzelhäuser sollen zulässig sein, die Bebauung zur Straße hin orientiert sein. Waldflächen sollen auch als solche festgesetzt werden, „Der grüne Charakter soll erhalten bleiben, die Bebauung ist eher zu verstecken“. Dabei gelte die Vorgabe: Die Bäume sind zu erhalten. Sind sie abgängig, sollen Neuanpflanzungen als Hochstamm erfolgen.

Grünen-Ratsfrau Sarah Orth fragte: „Was nützt es, wenn wir alles schön regeln, aber die Leute es nicht machen?“ Entgegnung von Bauamtsleiter Uwe Kläner: „Es ist gut, Spielregeln zu haben. Wir haben es dann leichter, Antworten zu geben.“ Zugleich gestand er ein, dass es immer wieder mal schwarze Schafe geben werde. „Die meisten halten sich aber daran“, meinte er. Planer Meyer dazu: „Der Vollzug steht immer auf einem anderen Blatt.“

Ulrich Suttka
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