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NWZonline.de Nachrichten Politik

Rakete löst Krieg der Worte aus

21.05.2019

Bagdad /Washington /Teheran Ein Raketeneinschlag eine Meile von der US-Botschaft in Bagdad entfernt hat einen martialischen Wortwechsel zwischen Washington und Teheran ausgelöst. US-Präsident Donald Trump twitterte am Montag, wenn der Iran es auf einen Kampf ankommen lassen wolle, werde dies „das offizielle Ende“ der Islamischen Republik bedeuten. „Droht nie wieder den Vereinigten Staaten!“

Irans Außenminister Mohammed Dschawad Sarif antwortete unter dem Hashtag #NeverThreatenAnIranian – drohe niemals einem Iraner: Der Iran habe in seiner langen Geschichte selbst Eroberer wie Alexander den Großen und Dschingis Kahn überdauert.

Zuvor hatte sich auch der Kommandeur der Revolutionsgarden, Hussein Salami, kämpferisch gegeben. Zwar wollten der Iran und seine Revolutionsgarden keinen Krieg, allerdings fürchteten sie sich auch nicht davor, erklärte er laut der Nachrichtenagentur Isna. Die US-Truppen hätten anders als die Revolutionsgarden Angst vor dem Tod, und ein solcher Gegner sei „leicht zu besiegen“. Die Revolutionsgarden behaupten, ihre Truppen hätten keine Angst vor dem Tod, weil sie als Muslime an den Märtyrertod glaubten. Demnach ist jedem, der im Kampf gegen Ungläubige stirbt, ein Platz im Paradies sicher.

Die Lage in der Golfregion gilt wegen des Streits zwischen den beiden Seiten derzeit als sehr angespannt. Das US-Verteidigungsministerium hatte unter anderem einen Flugzeugträger und eine Bomberstaffel in den Nahen Osten entsandt und das damit begründet, es gebe Hinweise auf mögliche iranische Angriffe gegen US-Truppen. Die USA und ihr enger Verbündeter Saudi-Arabien werfen dem Iran vor, Unruhe zu stiften und Terrorismus zu unterstützen.

Washington setzt die Islamische Republik seit mehr als einem Jahr massiv unter wirtschaftlichen Druck, inzwischen wird offen die Gefahr eines Krieges diskutiert. Zuletzt hatten die Beteiligten betont, keine militärische Auseinandersetzung zu wollen. Trump betonte mehrfach, dass er mit dem Iran verhandeln wolle. Irans oberster Führer, Ajatollah Ali Chamenei, schloss Gespräche aber in der vergangenen Woche aus. Verhandlungen mit Trump und Washington seien „wie ein Gift“, sagte Chamenei, der Oberbefehlshaber der Streitkräfte ist und das letzte Wort in allen strategischen Belangen hat.

Wer die Katjuscha-Rakete in der Nacht zum Montag in die Nähe der US-Botschaft gefeuert hatte, ist unklar. Sie schlug am Denkmal für den Unbekannten Soldaten in der schwer befestigten Grünen Zone ein. Der irakische Militärsprecher Jahja Rassul sagte der Nachrichtenagentur AP, das Geschoss sei vermutlich aus dem Osten Bagdads abgefeuert worden. Dort befinden sich vom Iran unterstützte schiitische Milizen.

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